dSPACE, Denso, RWTH Aachen University und die Universität Paderborn setzen das Projekt Hy-Nets4all fort, in dem eine Validierungsumgebung zur Verbesserung des elektrifizierten Fahrens aufgebaut wird. Mit dieser Umgebung sollen sich Funktionen für automatisiertes Fahren für elektrifizierte Fahrzeuge ganzheitlich entwickeln und absichern lassen. Die Partner wollen damit den Energiebedarf verringern, elektrische Komponenten weiterentwickeln und Fahrzeugkonzepte auf die Ladeinfrastruktur abgestimmt auslegen. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert das Projekt über drei Jahre.

Validierungsumgebung zur Optimierung des elektrifizierten Fahrens

dSPACE, Denso, die RWTH Aachen University und die Universität Paderborn bauen eine Validierungsumgebung zur Optimierung des elektrifizierten Fahrens auf. dSPACE

Bei dem Ansatz Hy-Nets4all sollen Simulationsmodelle und Realbauteile interagieren und für die Weiterentwicklung und Validierung von Fahrfunktionen genutzt werden. Die Fahrten führen die Partner in einer virtuellen Abbildung der Stadt Paderborn als Simulationsumgebung durch. Dabei berücksichtigen sie neben der V2X-Kommunikation auch die bereits existierende und eine zukünftig aufzubauende Ladeinfrastruktur.

Konkret simulieren die Partner den Einsatz von mehreren Fahrzeugen des Modell E-Go, um Wechselwirkungen verschiedener Fahrzeuge und Fahrzeugtypen in einer Umgebung zu untersuchen. Durch die Einbindung von realen Komponenten wie Verbrennungsmotor, E-Maschine, und Leistungselektronik messen sie echte Emissionswerte und den Energiebedarf.

Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen wollen damit die Interaktion mit dem Verkehrsfluss und die Auswirkungen von kooperativen Fahrfunktionen in einem In-the-Loop-Ansatz darstellen. Geplant ist, dass sich elektrische Komponenten ressourcenschonend entwickeln und verbessern sowie Fahrfunktionen einfach absichern lassen. Nutzer wie Automobilhersteller und Zulieferer sollen auf die geplante Validierungsplattform über eine Saas-Schnittstellen  zugreifen, so dass sie standort- und herstellerübergreifend arbeiten können.

Im Vorgängerprojekt Hy-Nets, das abgeschlossen ist, hatten die Unternehmen und Forschungseinrichtungen gezeigt, dass mit Hilfe smarter Toolketten Energie und somit Emissionen eingespart werden könnten.