„Concept Convergence“ als Bestandteil des Value-Stream-Service-Modells: Es gilt, Lösungskonzepte zu finden, zu prüfen und zu präzisieren.

„Concept Convergence“ als Bestandteil des Value-Stream-Service-Modells: Es gilt, Lösungskonzepte zu finden, zu prüfen und zu präzisieren. Plexus

Für eine einfache und sichere Bedienung des Geräts garantiert darüber hinaus ein Touchscreen mit Symbolsteuerung, auf dem der behandelnde Arzt Informationen zur laufenden Prozedur einsehen und speichern kann. Die gewünschte Displayanzeige stellte jedoch das Supply-Chain-Management vor eine Herausforderung und ging über das reine Sourcing der Teile weit hinaus. Hier profitierte der Kunde von der Supply-Chain-Expertise von Plexus.

Der EMS-Dienstleister verfügt nicht nur über umfassende Branchenerfahrung im Healthcare- und Life-Science-Bereich, sondern verfolgt auch einen ganzheitlichen und integrativen Ansatz in der Supply Chain. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Berücksichtigung der Supply Chain in der Entwicklung (Design for Supply Chain). Jedem Kunden werden Produktentwicklungs- und Beschaffungsexperten zugeteilt, die über alle Prozesse hinweg eigenverantwortlich agieren – vom Engineering und Kundenmanagement bis hin zu Fertigung und Kalkulation. Dieses prozessbasierte Modell nutzt Know-how der acht Entwicklungszentren von Plexus weltweit – darunter auch das Design Center in Darmstadt – sowie des weltweiten Netzwerks an Lieferanten und Partnern. Auf diese Weise lassen sich auch komplexe Herausforderungen zuverlässig und kreativ lösen. Im Fall des Denervierungs-Systems brachte das Plexus-Team für einige Komponenten, die als vorgefertigte Subsysteme eingesetzt werden sollten, unterschiedliche Anbieter zusammen. Damit konnte eine deutliche Beschleunigung erreicht werden.

Prototypen für Usability-Tests

Auf Basis des ausgearbeiteten Konzepts erstellte Plexus schließlich detailgetreue Prototypen, wobei schnelle Herstellungsverfahren, Farben und Finishing für das Prototyping genutzt wurden. Einzelne Funktionalitäten, die sich mit minimalem Aufwand umsetzen ließen, wurden dabei ebenfalls realisiert. Damit gewann der Kunde einen ersten plastischen Eindruck seines Produkts. Die Prototypen ermöglichten es zudem, finale Designs und Usability-Tests durchzuführen und die Gebrauchstauglichkeit mithilfe von Ärzten und Krankenhauspersonal zu testen. Ausgestattet mit diesem wichtigen Feedback wurde das Design überarbeitet und insbesondere die grafische Benutzeroberfläche weiter verbessert. Darüber hinaus konnte sichergestellt werden, dass das System alle FDA-Anforderungen der Klasse III erfüllt.

Das Endprodukt erfüllte nicht nur die zentralen Anforderungen an Bedienbarkeit und Branding, sondern konnte dank des stringent durchgehaltenen Concept Convergence-Ansatz und den eng aufeinander abgestimmten Prozessen von Plexus innerhalb des geplanten Zeitplans von 18 Monaten termingerecht realisiert werden. Als erster Anbieter brachte der Kunde so ein Multi-Elektroden-Gerät auf den Markt, dass eine im Vorfeld konfigurierte Katheterablation ermöglicht. Durch die höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit bei der Platzierung der Elektroden verlaufen Eingriffe schneller und planbarer. Tatsächlich wurde die Dauer des Eingriffs von 24 auf 4 Minuten verkürzt. Ärzte konnten so deutlich mehr Patienten behandeln und insgesamt profitabler praktizieren.

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