Individuelle Workflows möglich

Linux-basierte Steuergeräte bieten für den Workflow bei OTA-Updates einen weiteren Vorteil: In diesem Fall lässt sich die Abfolge der Schritte vor und während der Installation spezifisch an die Erfordernisse des OEM anpassen. Der Update Master erlaubt es, den gewünschten Workflow auf einer grafischen Oberfläche als Ablaufdiagramm zu modellieren. Aus dem so definierten Ablauf generiert EB‘s Update OTA automatisch entsprechenden Code, der dann für die Update-Master-Komponente im Fahrzeug kompiliert werden kann. Bei Steuergeräten, die auf der Autosar-Umgebung basieren, ist die Update-Durchführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt an einen fest definierten Ablauf gebunden. Beim Rollout eines Updates arbeiten die Softwarekomponenten Connectivity Client und Update Master gemeinsam mit lokalem Speicher zusammen, der zum Zwischenspeichern der Update-Daten dient. Dabei gewährleistet der Austausch von Fingerprints und Krypto-Schlüsseln das Einspielen der richtigen Update-Versionen und dass die Übertragung auf einem gesicherten, verschlüsselten Kanal über das Content Delivery Network erfolgt.

Bild 3: EBs OTA-Konzept unterstützt auch Failover-Szenarien wie beispielsweise A/B-Updates.

Bild 3: EBs OTA-Konzept unterstützt auch Failover-Szenarien wie beispielsweise A/B-Updates.

Elektrobit

Bild 4: Komponenten wie Connectivity-Client und Update-Master/Update-Slave lassen sich je nach OEM-Anforderungen in unterschiedlichen Steuergeräten und Gateways integrieren.

Bild 4: Komponenten wie Connectivity-Client und Update-Master/Update-Slave lassen sich je nach OEM-Anforderungen in unterschiedlichen Steuergeräten und Gateways integrieren. Elektrobit

Der Update-Master ist für die grundsätzliche Steuerung und Kontrolle des Update-Prozesses zuständig, generiert Status-Reports über den tatsächlichen Ablauf und arbeitet für den Download der erforderlichen Update-Daten eng mit dem Connectivity-Client zusammen. Der Update-Slave bezieht die heruntergeladenen Update-Daten vom Update-Master und nimmt dann die eigentliche Installation auf den Zielkomponenten vor. Dabei unterstützt das Konzept auch Failover-Szenarien wie A/B-Updates: Sollte Update „A“ Probleme beim Booten des Steuergeräts verursachen, lädt das Gerät den vorherigen Softwarestand „B“ und stellt so wieder einen stabilen Betriebszustand her (Bild  3). Die genannten Komponenten wie Connectivity-Client und Update-Master/Update-Slave lassen sich je nach Fahrzeugarchitektur und Anforderungen des OEMs in unterschiedlichen Steuergeräten und Gateways integrieren (Bild 4).

Fazit

EB‘s Update-OTA-Lösung spart Kosten und Zeit über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs. Diese Vorteile beginnen bereits bei Entwicklung und Produktion und setzen sich während der Nutzung des Fahrzeugs auf der Straße fort. Somit steigert die Lösung auf Seite der OEMs die Flexibilität und Effizienz. Da die Update-Lösung es OEMs ermöglicht, ihren Kunden besseren und schnelleren Service zu bieten, trägt sie auch zu einer Verfestigung der Markentreue bei. Sie lässt sich einfach in bestehende Prozesse und Architekturen integrieren und ermöglicht es OEMs, sich voll und ganz auf ihre eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren.

 

Dieser Beitrag ist in der emobility tec, dem technischen und technologischen Fachmedium für Hybridfahrzeuge und Elektromobilität, erschienen.

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