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Das System ist kompatibel mit Stromspeichern von Blei-Gel bis Lithium-Eisenphosphat. Je nach Anforderungen an Leistung, Laufzeit und Ladegeschwindigkeit lässt sich der passende Akku einsetzen.
Den MPM gibt es derzeit in zwei Leistungsstufen mit 150 und 250 VA. Die Laufzeit mit einer Ladung beträgt je nach Akku acht bis zwölf Stunden. Alle Anlagentypen sind nach EN 60601-1 und UL 60601-1 zertifiziert.
Eine Übersicht über alle Gerätewagen und MPMs einer Klinik bietet die Fleet-View-Funktion. Anhand der gesammelten Daten lassen sich Wartungen wie Akku- oder Filterwechsel frühzeitig planen und Ausfallzeiten reduzieren.
Es besteht die Option, eine externe Zustandsanzeige anzuschließen.
Auf Windows-, Linux- oder Mac-Computern wird direkt in der Taskleiste der aktuelle Zustand und die Lebensdauer der Batterie angezeigt. Ein Alarm warnt beispielsweise bei niedriger Ladung.
Passend für jeden medizinischen Gerätewagen: Durch eine standardisierte Plattform lässt sich der MPM in unterschiedliche Wagen eingebauen. Die Konstruktion erlaubt individuelle Anpassungen.

Vor allem Kliniken und größeren Praxen benötigen bestimmte medizinische Geräte in verschiedenen Bereichen. Herunterfahren, ausstecken und neu booten kostet jedoch Zeit, zudem können dabei wichtige Daten verloren gehen. Zwar gibt es auch netzunabhängige Stromversorgungsanlagen für „Medical Carts“, diese sind aber meist sehr rudimentär und nur auf bestimmte Geräte zugeschnitten. Die standardisierte Industrieplattform zur mobilen Energieversorgung entwickelte Powervar mit dem Fokus, dass sie sich auf die jeweilige Anwendung abstimmen und ausrichten lässt. Der so genannte Mobile Power Manager (MPM) lässt sich mit unterschiedlichen Akku-Typen ausstatten und dokumentiert genau deren Ladungsstand und die verbleibende Lebensdauer – selbst für eine ganze Flotte von Wagen. Unvermutete Ausfälle und lange Wartungs- oder Ladezeiten lassen sich so vermeiden.

Auf den Wagen gekommen

Der MPM basiert auf einem Standardgehäuse mit separatem Akku-Behälter, das in alle gängigen Gerätewagen passt. Durch die Separierung des Akkus ist ein Austausch der Batterietechnik möglich –  und das ohne das Gerät umbauen zu müssen. Da die Grundlage immer dieselbe technische Plattform ist, lassen sich so auch individuelle Ausführungen innerhalb kurzer Zeit herstellen und liefern. Die Anlage kann je nach Anforderungen bewährte Blei-Gel-Akkus, Nickel-Metallhydrid-Zellen oder hochmoderne Lithium-Eisenphosphat-Packs haben. Letztere zeichnen sich beispielsweise durch eine sehr hohe Energiedichte aus und ermöglichen ein schnelles Aufladen, wodurch der Wagen nur für einen kurzen Zeitraum außer Dienst ist. Für Bereiche, in denen das Aufladen über Nacht erfolgen kann, reicht auch das schwächere Blei-Gel. Welcher Stromspeichertyp Einsatz findet, erkennt die Anlage automatisch und lädt die entsprechenden Parameter wie Ladungsmodalitäten und erwartete Lebensdauer in das Management-System. Anhand eines integrierten Zählers für Ladezyklen wird berechnet, wann ein Akkuwechsel nötig wird.

Rechtzeitig agieren

Die aktuellen Zustandsdaten des MPMs werden auf drei verschiedenen Ebenen ausgewertet und angezeigt: Ist ein Windows-, Linux- oder Mac-basierter Computer angeschlossen, kann der Anwender dort in der Taskleiste eine einfache grafische Übersicht zur Ladungshöhe und Abnutzung der Batterie aufrufen. Um Ausfälle oder Schäden am Akku zu verhindern, erscheint hier bei niedrigem Leistungslevel oder bei Überlastung zudem eine Warnung. Für Geräte ohne diese Betriebssysteme lässt sich auch stattdessen ein LED- oder ein LCD-Display an den MPM anschließen, das eine ähnliche Darstellung liefert. Der Benutzer ist so jederzeit über den Status der Anlage informiert und kann beispielsweise seine Daten rechtzeitig sichern, bevor sich der PC wegen mangelndem Reststrom abschaltet.

Auf einen Blick

Verschiedene Geräte in der mobilen Medizintechnik zuverlässig mit Strom zu versorgen, ist durch den Einsatz einer standardisierten Industrieplattform wie dem mobilen Strommanager (MPM) möglich. Dieser sitzt im medizinischen Gerätewagen. Er erlaubt freie Akku-Wahl, überwacht den Batteriezustand und schützt vor Datenverlust.

Eine wesentlich detailliertere Auflistung aller Ereignisse, Alarme und Verbrauchsdaten bietet die Tech-View-Zusammenfassung, deren Abruf via Lan oder Datenkabel erfolgt. Die Medizintechnik hat so Zugriff auf alle relevanten Informationen zu einem Wagen. Auch lassen sich in dieser Anzeige die spezifischen Konfigurationen wie die Batterieladungsgrenze, ab der eine Warnung ausgegeben werden soll, manuell ändern.

Flottenmanagement leicht gemacht

Für eine größere Anzahl an Gerätewagen mit MPMs entwickelte Powervar die Fleet-View-Applikation. Sie erfasst per Lan oder Datenkabel alle Systeme mit ihrem aktuellen Zustand, ihrer Historie und den zu erwartenden Entwicklungen. Selbst Karten der Klinik lassen sich einpflegen, um die Standorte der Wagen anzuzeigen. Die umfangreiche Informationserhebung und -kontrolle ermöglicht es, die Wartungsintervalle für die Akku-Packs oder die Luftfilter vorausschauend zu planen. Die Ausfallzeit, in der man einen Technikwagen gar nicht oder nur stationär ans Stromnetz angeschlossen nutzen kann, lässt sich so reduzieren und die Verfügbarkeit der medizinischen Geräte insgesamt erhöhen. Bei Abweichungen vom normalen Betrieb kann das System sogar automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung an die zuständige Stelle schicken.

MPM-Charakteristik

Je nach Nutzung und verwendetem Akku hat der MPM eine Laufzeit von acht bis zwölf Stunden und liefert dabei eine gleichmäßige Spannung von 230 VAC mit 50 Hz sowie konfigurierbare Gleichspannungen, etwa zur direkten Versorgung von angeschlossenen Monitoren oder Druckern. Derzeit gibt es zwei Modelle des MPMs, eines mit 150 und eines mit 250 VA Leistung. Produkte mit größere Kapazitäten sind bereits in Planung. Unabhängig von der genutzten Variante beträgt die Geräuschentwicklung 40 dBA bei einem Meter Abstand. Die Systeme erfüllen die aktuellen Normen und sind nach EN 60601-1 und UL 60601-1 zertifiziert.