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Beispiel für einen Starrflex-Lagenaufbau mit 4Ri-2F-4Ri.
Starrflex-spezifischer Messcoupon.

Bei Starrflex-Leiterplatten muss der Starr- sowie der Flexbereich hinsichtlich der Berechnung von Impedanzen separat Betrachtung finden. Hintergrund ist ein differenziertes Signalverhalten, das auf die unterschiedlichen Umgebungsmaterialien zurückzuführen ist. Würth Elektronik setzt hierfür eine Software ein, welche dies in einem Schritt ermöglicht. Die Ergebnisse aller berechneten Impedanzmodelle, samt der zugrunde gelegten Design- und Materialparameter lassen sich übersichtlich anzeigen. Dies ist für die Projektdokumentation und als Bestandteil der Leiterplattenspezifikation bei der Bestellung ein nicht zu unterschätzender Nutzen.

Darüber hinaus hat die neue Software die Funktion, dass eine Aufrasterung (auch Crosshatch genannt) der Referenzkupferlage in der Berechnung Berücksichtigung finden kann. Crosshatches weisen in Verbindung mit der Starrflex-Technologie einige Vorteile auf: Neben der Erhöhung der Impedanzwerte bei gleichbleibendem Dielektrikumsabstand ist auch das Biegeverhalten, speziell bei dynamischer Belastung, besser. Außerdem kann über Kupferöffnungen Feuchte beim Trockenprozess vor dem Löten besser entweichen.

Mittels  entwickelter Testcoupons erfolgt die Messung der Impedanzen auch über dem Flexbereich. Damit ist eine komplette Überwachung des Signalverhaltens vom Sender zum Empfänger möglich. Die starrflex-spezifischen Messcoupons werden in den Fertigungspanel beziehungsweise Liefernutzen integriert. Die Messung und Protokollierung der Impedanz erfolgt dann vor der Auslieferung an den Kunden.