Die Analyse von Oliver Wyman zeigt die Anzahl der Start-ups im deutschen Automotive-Bereich.

Die Analyse von Oliver Wyman zeigt die Anzahl der Start-ups im deutschen Automotive-Bereich. Oliver Wyman

Einen erhöhten finanziellen Einsatz für Gründer gibt es im deutschen Automobilsektor und mit diesen Investitionen locken etablierte Automobilbauer viele Start-ups an. OEMs wollen aber auch mit dem Know-how-Transfer die Attacken neuer Marktteilnehmer abwehren. Eine Analyse der Managementberatung Oliver Wyman zeigt, dass seit 2011 Gründer hierzulande über 300 Millionen US-Dollar an Kapital generieren. Die Start-ups lockten allein im ersten Halbjahr 2016 rund 16,3 Milliarden US-Dollar an – etwas mehr als im gesamten Jahr zuvor (16,1 Milliarden US-Dollar). Neben Autoherstellern investieren auch IT-Konzerne wie Apple oder Investmentbanken in die Mobilitätsbranche.

Seit dem Jahr 2000 wird weltweit im Schnitt ein Mobility-Start-up pro Woche gegründet. Allein in Deutschland immerhin eines im Zwei-Monats-Takt. Dabei lockten Automobil-Start-ups weltweit über 50 Milliarden US-Dollar Kapital an. Anders ist die Situation bei den Anbietern von neuen Mobilitätsdienstleistungen. Der anfängliche Trend zum Trial-and-Error bei den vergleichsweise günstigen Investitionen in junge Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen ist inzwischen abgeklungen. Oliver Wyman prognostiziert dennoch, dass die Einnahmen im Bereich Mobilitätsdienstleitungen bis 2025 weltweit um das Dreifache steigen werden. Die Herausforderung der OEMs wird sein, die Mobilitätslösungen der Start-ups in ihre eigene Markenwelt zu integrieren.