Stemmer Imaging, ein auf dem Gebiet der industriellen Bildverarbeitung international agierendes Unternehmen, plant mit dem Börsengang seine Marktposition in bestehenden Märkten auszuweiten. Zudem sollen neue Märkte innerhalb und außerhalb Europas erschlossen werden. Industrielle Bildverarbeitung kommt im Rahmen der Digitalisierung von industriellen Fertigungsprozessen zur Anwendung. Vor allem vom Machine-Vision-Markt erwartet sich Stemmer, das seinen Stammsitz im oberbayerischen Puchheim hat,  ein deutliches Wachstumspotenzial; zuletzt hatte dieser solide Wachstumsraten von durchschnittlichen 10 Prozent pro Jahr aufgewiesen.

Stemmer Imaging

Der Börsengang von Stemmer Imaging soll eine Kapitalerweiterung bringen. Stemmer Imaging

Der Emissionserlös aus dem Börsengang soll nun die Kapitaldeckung für die Ausweitungspläne bringen. Das Leistungsportfolio will Stemmer insbesondere in Richtung neuer Anwendungsfelder wie etwa Embedded Vision oder Hyperspectral Imaging für die eigene Bildverarbeitungssoftware erweitern. Geplant sind zudem strategische Unternehmenszukäufe sowohl in der industriellen Bildverarbeitung wie auch in nicht-industriellen Anwendungungsbereichen, die ergänzende Technologien zur Bildverarbeitung nutzen. Das ist etwa im Bereich der Unterhaltungs, Verkehrs- und Lebensmittelindustrie der Fall.

Stemmer Imaging hat 2017 nach dem Rückzug des Firmengründers Wilhelm Stemmer seinen Eigentümer gewechselt. Aktuell hält die Münchner SI Holding, ein Unternehmen der Beteiligungsholding Primepulse, 100 Pozent der Anteile an der Stemmer Imaging AG. Sie wird auch nach dem Börsengang mindestens 51 Prozent der Aktien halten.Die Hauptaktionärin wird sich verpflichten, für einen Zeitraum von sechs Monaten nach der Notierungsaufnahme keine Anteile sowie für weitere sechs Monate nur mit Zustimmung der Emissionsbank Anteile zu veräußern.

Im Zusammenhang mit dem Börsengang erwartet Stemmer Imaging einen Emissionserlös aus der Platzierung von neuen Aktien in Höhe von rund 50 Millionen Euro.