Zu den Unternehmen, die in Las Vegas Demofahrten mit hochautomatisierten Fahrzeugen anboten, gehören unter anderem Autoliv, Delphi, IAV (in Kooperation mit Microsoft, NXP sowie anderen), Nvidia und Valeo. Dabei gab es durchaus Unterschiede im Reifegrad der Demofahrzeuge. Viel Aufmarksamkeit bekam Nvidia, dessen Demofahrzeug selbstständig auf geänderte Verkehrssituationen entlang eines abgesteckten Parcours reagierte.
Im Prinzip war die CES 2017 eine selbstbewusstere Demonstration des automatisierten Fahrens vor einer breiteren Öffentlichkeit, bei der vor allem zwei besondere News hervorstachen: Zum einen gab ZF die Zusammenarbeit mit Nvidia im Bereich der künstlichen Intelligenz bekannt. Ein „ZF AI Pro“ genanntes Board ermöglicht es den Fahrzeugen jetzt, die Umwelt per Deep-Learning quasi zu verstehen.
Die andere große Neuigkeit stammt von Continental. Das Unternehmen zeigte als Weltpremiere seinen 3D-Flash-Lidarsensor, der Objekte mit 10 Prozent Reflektivität auch in 200 m Entfernung noch sicher erkennen und Ende 2020 SOP haben soll. Aus einem Laserstrahl erzeugt das System, das ganz ohne Sensormechanik auskommt, mithilfe eines Diffusors 12.000 Pixel. Die Technologie hierzu stammt von der Continental-Tochter ASC und hat sich beim Andocken des Space-Shuttles bewährt.

Bildergalerie
IAV ließ ausgesuchte CES-Besucher hochautomatisiert durch den Realverkehr von Las Vegas fahren.
Elektrobit zeigte an seinem Stand, dass intelligente Fahrzeuge kollisionsfrei unterwegs sein können.
Valeo rüstete ein Fahrzeug mit diversen Sensoren (inklusive Lidar) aus, um vor Ort automatisiert zu fahren.
Continental zeigte als Weltpremiere ein 3D-Flash-Lidar, das vollkommen ohne mechanische Komponenten auskommt.
Mithilfe des Flash-Lidars von Continental erzeugte ein Bordrechner aus dieser Situation ein Umfeldmodell, ...
... das die reale Situation als 3D-Bild beispielsweise so wiedergibt – rein Lidar-basiert!