Von Tektronix wurde gemeldet, dass Labormuster der Performance-Oszilloskope der nächsten Generation eine Echtzeit-Bandbreite von 70 GHz erreichen und zudem ein beachtliches Steigerungspotenzial aufweisen. Die Produkte sollen ab 2014 verfügbar sein. Die neue Oszilloskop-Plattform wird die notwendige Performance und Signaltreue für Anwendungen wie optische Kommunikationsverfahren mit 400 Gbit/s und 1 Tbbit/s und die vierte Generation der seriellen Datenkommunikation bieten. Außerdem kündigte das Unternehmen ein Investitionsprogramm an, das den Kunden einen kostengünstigen Migrationspfad zu der neuen Plattform ermöglicht.

Die außergewöhnliche Steigerung der Bandbreite mit verbesserter Signaltreue wurde teilweise durch die von Tektronix-Ingenieuren entwickelte und zum Patent angemeldete Signalverarbeitungs-Architektur namens „Asynchronous Time Interleaving“ erreicht.

„Mit diesen neuesten Innovationen geht Tektronix bei sehr schnellen High-Fidelity-Datenerfassungssystemen erneut an die Grenzen des technisch Machbaren“, sagt Kevin Ilcisin, Chief Technology Officer bei Tektronix. „Die Entwicklung der ersten serienreifen Asynchronous Time Interleaving Architektur ist ein bedeutender Durchbruch, der das Signal/Rausch-Verhältnis gegenüber dem von anderen Oszilloskop-Anbietern verwendeten Frequenz-Interleaving-Ansatz deutlich verbessert.“

Die Beschränkung des Frequenz-Interleaving-Ansatzes liegt darin, wie die verschiedenen Frequenzbereiche zusammengefügt werden, um das eigentliche Signal zu rekonstruieren. Dies erfordert Kompromisse hinsichtlich des Rauschverhaltens. Beim konventionellen Frequenz-Interleaving sieht jeder AD-Wandler (ADC) im Signalerfassungssystem nur einen Teil des Eingangsspektrums. Mit der neuen Asynchronous Time Interleaving Technologie sehen alle ADCs das gesamte Spektrum mit vollständiger Signalpfadsymmetrie. Dies ermöglicht Leistungssteigerungen gegenüber konventionellen Interleaving-Architekturen bei gleichzeitiger Gewährleistung der Signaltreue.