Das Unternehmen hat für seine DPA-Technik (Digital Phase Analysis) ein U.S.-Patent erteilt bekommen. Die DPA-Technik ist Grundlage einer neuen Methode zur zuverlässigen Jitteranalyse in optischen Kommunikationsnetzen. Treten während einer Telefonverbindung übermäßig starke Jitter auf, kann die Verbindung abreißen oder die Qualität des momentan genutzten Dienstes (z. B. E-Mail) in Mitleidenschaft gezogen werden. Diese störenden Auswirkungen von Jittern treten bei modernen komplexen Kommunikationsnetzen mit ihren hohen Übertragungsraten stärker in Erscheinung als früher. Messungen, mit denen sich die Anfälligkeit eines Netzwerks und der verbauten Netzwerkelemente gegenüber Jitter präzise ermitteln lässt, gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.


Die DPA-Technik erlaubt solche Messungen mit hoher Qualität. Bereits mit dieser Technik ausgestattet sind die Messplätze der OTS-Baureihe (Optical Test System) des Unternehmens. Hersteller von Netzwerkelementen und Netzwerkbetreiber können sich damit auf die steigenden technischen Anforderungen an globale Kommunikationsstrukturen gut vorbereiten. Komplett auf Digitaltechnik aufbauend bieten OTS-Messplätze mit DPA-Technik genug Leistungsreserven, um auch komplexe und schnelle Netzwerke zuverlässig messen zu können.


Hintergrundinformationen zum Jittertest


Entscheidender Vorteil der DPA-Technik ist die Zuverlässigkeit, mit der sie Jittertests zulässt. Zeitstempel markieren jede Flanke eines SONET/SDH-Datenstroms und wegen der durchweg verwendeten Digitaltechnik entfallen Fehlerquellen und Unwägbarkeiten, wie sie bei anderen Messmethoden mit Analogtechnik aufgrund der dort verwendeten PLL-Schaltungen (Phase Lock Loop) unvermeidbar sind. Das zunehmende Störpotenzial von Jittern ist eine unmittelbare Folge der zunehmenden Datenraten, mit denen Datenströme übertragen werden: Je höher die Datenrate, desto dichter liegen die Bits nebeneinander. Schon kleinste Timingfehler können Störungen bewirken. Die ITU (International Telecommunications Union) hat dagegen Vorsorge getroffen und Normen verabschiedet, deren Spezifikationen einen störungsfreien Netzbetrieb zulassen. Die Einhaltung dieser international gültigen Normen ist auch Voraussetzung für eine fehlerfreie Datenübertragung in globalen Kommunikationsnetzen.


DPA-Technik nutzt SiGe-Halbleiter


Maßgebend für die guten Eigenschaften der DPA-Technik sind die verwendeten Silizium-Germanium-Bauelemente (SiGe), einer von IBM entwickelten Halbleitertechnik. Im Vergleich zu herkömmlichen Siliziumhalbleitern sind SiGe-Bauelemente genauso leistungsfähig, jedoch verlustärmer und preisgünstiger herzustellen. Die SiGe-Halbleitertechnik hat deshalb gute Zukunftsaussichten.