Termin: 29.06.2016 09:00 Uhr - 30.06.2016 12:30 Uhr
Stadt: Regensburg
Veranstaltungsort: Hansa Apart-Hotel
Veranstaltungsadresse: Friedenstraße 7, 93051 Regensburg

Hochvolt-Bordnetze unterscheiden sich in ihrem Aufbau erheblich von klassischen 12-V-Bordnetzen, beide müssen aber in Elektro- und Hybridfahrzeugen miteinander kombiniert werden. Für die Qualifizierung dieser Systeme sind neue Messaufbauten, Adaptionen, Messverfahren und Normen notwendig. Das erheblich höhere Störpotenzial erfordert Maßnahmen, die man bisher aus Kostengründen im Kraftfahrzeug vermieden hat. Ein Beispiel ist die Schirmung elektrischer Versorgungsleitungen. Entwickler müssen Systemeigenschaften wie die Koppeldämpfungen zwischen beiden Bordnetzsystemen untersuchen und beachten, was im konventionellen Automobil nicht erforderlich war.

Elektrische Komponenten (Systeme, Steuergeräte und mehr) und Kraftfahrzeuge unterlagen bisher nur den einschlägigen Kfz-Normen (CISPR12, CISPR 25, ISO…). Da Elektrofahrzeuge an der „Steckdose“ geladen werden, kommen nun Normen hinzu, wie sie zum Beispiel für Waschmaschinen, Staubsauger aber auch Industrieanlagen (IEC 61000-x-x) zum Einsatz kommen. Das erweitert den Normenkatalog der automobilen EMV von heute auf morgen beträchtlich – eine echte Herausforderung für Kfz-Hersteller, ihre Zulieferbetriebe aber auch für die EMV-Labore.

Am 29. und 30. Juni 2016 bietet das Ostbayerische Technologie-Transfer-Institut e. V. (OTTI) zu dieser komplexen Aufgabenstellung zum vierten Mal das Fachforum „EMV für Elektro- und Hybridfahrzeuge“ in Regensburg an. Durch die kompakte Programmgestaltung und dem Wissen erfahrener Vortragender aus den betroffenen EMV-Bereichen der Automobilindustrie werden dem Teilnehmer erforderliche Kenntnisse für die effiziente Bearbeitung der EMV von elektrischen Antrieben vermittelt.