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Das Team der neuen Tochterfirma Testo Sensor von links nach rechts: Geschäftsführer Michael O. Spaeth, Frank Griesser, Axel Grode, Michael Winterhalter, Roland Lohrer.
Die neue Tochterfirma entwickelt, produziert und verkauft Temperaturfühler,  Widerstands-Thermometer und Thermoelemente für praktisch jede Anwendung.

Die neue Tochterfirma Testo Sensor entwickelt, produziert und verkauft Temperaturfühler, die beispielsweise in Heizungs- und Solaranlagen, für die Klimatisierung in Autos oder auch in Kaffee-Automaten zum Einsatz kommen. Derartige Temperaturfühler produziert Testo bereits seit vielen Jahren. Nun hat sich das Unternehmen entschlossen, das Geschäft der sogenannten Einbaufühler strategisch anzugehen und hat hierfür die Tochterfirma gegründet. „Im Markt der Temperaturfühler, die sich in vielen Produkten des alltäglichen Gebrauchs und der Arbeitswelt wiederfinden, steckt ein sehr großes Potenzial“, begründet Testo-Vorstandsvorsitzender Burkart Knospe diese Entscheidung. „Wir wollen diesen Markt gezielt angehen und dieses Potenzial für uns erschließen.“ Testo Sensor soll keine verlängerte Werkbank sein, sondern ein selbstständiger Entwicklungspartner, der technische Kompetenz und Engineering-Know-how hat. Entwickelt und gefertigt werden Temperaturfühler nach den Vorgaben und in Kooperation mit den Kunden. Die komplette Engineering-Leistung, die Qualitätssicherung und die Lieferinfrastruktur erfolgt somit aus einer Hand.

Der studierte Wirtschaftsingenieur Spaeth hat ehrgeizige Ziele. „In spätestens fünf Jahren wollen wir uns auf diesem hart umkämpften Markt einen Namen gemacht haben“, erklärt er. Dabei wagt sich der gebürtige Westfale nicht in einfache Gewässer vor. Auf dem Markt gibt es viele starke Wettbewerber. „Wir sehen uns als Entwicklungspartner der Kunden und nicht nur als Teile- und Komponentenlieferant“, führt er aus. „Außerdem können wir auf das weltweite Vertriebsnetz zurück greifen, das uns in der Vermarktung unserer Produkte unterstützt.“

Das Start-Up-Unternehmen wird vom Mutterkonzern unterstützt. Leistungen wie Produktion, Verwaltung, Marketing und IT beispielsweise werden von Testo bezogen. Der Sitz der Tochetrfirma wird am Stammsitz von Testo in Lenzkirch sein, in der sogenannten ‚alten Villa‘. In diesem Gebäude begann einst das Wachstum von Testo. Großes Vorbild ist die Testo-Dienstleistungstochter Testo Industrial Services in Kirchzarten, die 1999 mit zehn Mitarbeitern ausgegründet wurde und heute mit etwa 280 Mitarbeitern einen Umsatz von 20 Millionen Euro erwirtschaftet.

Testo ist weltweit mit über 2.000 Mitarbeitern in 30 Tochterfirmen vertreten und hat im Jahr 2010 einen konsolidierten Umsatz von 185 Millionen Euro erzielt.