Kaum eine andere physikalische Größe hat einen so enormen Einfluss auf technische und biologische Prozesse wie die Temperatur. Darum gehört deren Messung zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten thermodynamischen Untersuchungen. Oft kommen dabei Temperatursensoren auf Basis einer 2-Draht-Thermoelement-Leitung zum Einsatz, beispielsweise für Typ K (NiCr-Ni), da sie über eine günstige Fühlerleitung und einfache Anschlusstechnik verfügen.

Möglichkeiten der Kontaktierung

Eck-DATEN

Die manuelle Kontaktierung von Thermoleitungen ist aufwendig, fehleranfällig und kann hohe Lohnkosten verursachen. Die M-TDC-Technologie (Thermocouple Direct Connect) ermöglicht eine direkte Kontaktierung und senkt die Fehlerhäufigkeit durch eine unkomplizierte Handhabung.

Häufig werden die Thermoelement-Leitungsadern durch Schraub- oder Federzugklemmen oder per Stecker mit der Messtechnik und Signalkonditionierung kontaktiert. Im Schaltschrankbau und bei Prüfständen, die oftmals über eine feste Messkonfiguration verfügen, ist die Kontaktierung via Schraubklemmen oder Federzug weit verbreitet, da sie sich ohne großen Aufwand realisieren lassen: Die Adern werden einfach aufgelegt, und schon ist die Messstelle angeschlossen.

Eine weitere Möglichkeit der Sensorkontaktierung bieten die Thermoelement-Stecker. Diese haben den Vorteil, dass die Messstelle unkompliziert von der Messtechnik oder Signalverarbeitung lösbar ist. Geeignet ist diese Art der Kontaktierung insbesondere dann, wenn die Anwendung einen wechselnden Messaufbau erfordert und immer wieder unterschiedliche Fühler oder Prüflinge an die Messtechnik anzuschließen sind.

Thermoelement

Thermoelement-Stecker haben den Vorteil, dass die Messstelle unkompliziert von der Messtechnik oder Signalverarbeitung lösbar ist. Ipetronik

Seit jeher ist die Kontaktierung von Fühlerleitungen an den Steckern ein manueller, aufwendiger und demzufolge zeitintensiver Vorgang. Bis heute werden die beiden Leitungen händisch an die Schraubkontakte der Stecker befestigt. Folgende Arbeitsschritte sind dafür nötig:

  • Abisolieren der Fühlerleitung
  • Aufschrauben und Entfernen vom Steckerdeckel
  • Überstülpen und Festkrimpen der Zugentlastungshülse
  • Umbiegen der Fühlerleitung in die U-Form
  • Lösen der beiden Klemmkontakte
  • Einlegen der abisolierten, gebogenen Fühlerader unter die Klemmkontakte
  • Festschrauben der Klemmkontakte
  • Auflegen und Festschrauben des Steckerdeckels

Dieser arbeitsintensive Vorgang trägt unter anderem zu erhöhten Lohnkosten in der Produktion bei. Ein weiteres Problem bei sämtlichen manuellen Montagevorgängen birgt das Risiko der Verpolung: Es ist stets möglich, dass – trotz Farbkennung – es bei der Montage zu Verwechslungen von der Plus-Ader (NiCr) mit der Minus-Ader (Ni) kommt. Eine Verpolung der Sensorleitung führt dazu, dass eine mit dem Vorzeichen gedrehte Thermospannung an die Messtechnik übergeben wird. Steigt insofern die Temperatur am Fühler physikalisch, wird eine umgedrehte Thermospannung gemessen, die dazu führt, dass die angezeigte Temperatur am Messsystem sinkt. Diese Verpolungen lassen sich nie ganz ausschließen. Dabei verursachen sie fehlerhafte Messdaten, die unter Umständen ganze Versuchsreihen und deren wissenschaftliche Rückschlüsse verfälschen und somit zunichtemachen.

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