Rund 100 Tage hat die Geschäftsleitung von Opel und Vauxhall Zeit, um einen Sanierungs- und Zukunftsplan auszuarbeiten. Durch die Übernahme sollen sich beispielsweise Synergien bei Einkauf und Entwicklung ergeben, die sich zum derzeitigen Stand auf rund 1,7 Milliarden Euro belaufen. Ziel ist es, einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie einen operativen Gewinn von zwei Prozent bis 2020 beziehungsweise sechs Prozent bis 2026 zu generieren. Infolge der Übernahme kam es auch zu Personalwechseln in der Führungsriege von Opel. So übernahm Michael Lohscheller bereits im Juni das Amt des CEO von Karl Thomas Neumann. Christian Müller (Vice President Engineering), Rèmi Girardon (Vice President Manufacturing), Philippe de Rovira (CFO) und Michelle Wen (Vice President Purchasing and Supply Chain) sind neu im Führungsteam.

Der Neue im Team: PSA-Chef Carlos Tavares begrüßt Opel CEO Michael Lohscheller im PSA-Konzern.

Der Neue im Team: PSA-Chef Carlos Tavares begrüßt Opel-CEO Michael Lohscheller im PSA-Konzern. Opel/PSA-Gruppe

Zu den drei bestehenden Marken Peugeot, Citroen und DS kommen im PSA-Konzern jetzt noch Opel und Vauxhall dazu, wodurch der Konzern mit einem Marktanteil von 17 Prozent zum zweitgrößten Automobilbauer in Europa aufsteigt. Bereits im Vorfeld der Übernahme arbeiteten die beiden Unternehmen zusammen und haben so bislang vier Fahrzeuge entwickelt. Außerdem wollen sie weiter mit General Motors kooperieren und gemeinsam elektrische Antriebskonzepte entwickeln, daneben sollen die GM-Marken Buick und Holden auch weiterhin in den Opelwerken produziert werden.

Der Übernahme der GM Financial soll ebenfalls im zweiten Halbjahr 2017 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung durch die verschiedenen Regulierungsbehörden.