Entwickler haben fortan zusätzliche Flexibilität bei der Entwicklung von elektronischen Hochleistungssystemen, die Prozessoren mit niedriger Stromaufnahme verwenden, denn Texas Instruments Incorporated (TI) (NYSE: TXN) stellt eine neue Produktfamilie hoch integrierter Überwachungsschaltungen (SVS) vor. Anders als marktübliche Überwachungsschaltungen unterstützen die Schaltungen der neuen TI-Generation den Betrieb eines Prozessors sowohl von der Hauptversorgung als auch von einer Stützbatterie, ohne vorher einen Reset auszulösen. Damit ist der ununterbrochene Betrieb auch bei Umschalten auf Batterie gewährleistet. Bei Ausfall der Hauptversorgung schaltet die Überwachung automatisch auf Batterieversorgung, wobei der Speicherinhalt erhalten bleibt, und erlaubt damit den kontinuierlichen Betrieb der Prozessoren und aller Peripheriegeräte, in-, z.B. im Fax, Mobiltelefon, PDA oder anderen Elektronikgeräten. Die neue Produktfamilie, bestehend aus den Überwachungsschaltungen TPS360x und TPS361x, überwacht und kontrolliert den Betrieb von Prozessoren und Controllern, die über eine Hauptspannungsversorgung sowie Batterie betrieben werden. Bei Ausfall der Versorgungsspannung ermöglicht die TPS360x-Überwachungsschaltung den fortgesetzten Betrieb der Prozessoren und der Peripherie mittels Batterieversorgung, ohne dass vorher ein System-Reset durchgeführt wird. Bei Umschalten auf Batterieversorgung im Falle des Versagens der Systemversorgung führt die Überwachungsschaltung TPS361x einen Reset durch und hält dabei nur den Inhalt des angeschlossenen RAM-Speichers aufrecht.


Die Systeme TPS360x/361x SVS reduzieren die Anzahl der Gesamtbauteile und den erforderlichen Platzbedarf innerhalb eines Systems durch Integrieren mehrerer Funktionen, ohne dass externe Bauelemente erforderlich werden. Eine integrierte Zeitverzögerung von 100 Millisekunden (ms) bei Rückkehr der Spannungsversorgung ermöglicht ein Stabilisieren von Versorgungsspannung und internem Oszillator bevor der Umschaltvorgang von der Stützbatterie auf Hauptversorgung durchgeführt wird. Liegen kurzzeitige Spannungsschwankungen der Hauptversorgung vor, erlaubt die integrierte Chip-Enable-Funktion ein Trennen des angeschlossenen RAM-Speichers, damit keine falschen Daten übernommen werden. Zum Aufrechterhalten der Systemintegrität kontrolliert ein Watchdog den Prozessor und führt – im Falle des Prozessorversagens – einen System-Reset durch.


Die Überwachungsschaltungen verfügen darüber hinaus über ein „freshness-seal“, dass die Leistungsaufnahme abschaltet, wenn das System vor der Verwendung im Regal oder Lager eines Geschäfts aufbewahrt wird – damit verfügt die angeschlossene Stützbatterie auch nach längerer Zeit über den vollen Ladezustand. Zur Vereinfachung von Entwicklung und Beschleunigung der Markteinführungszeit ist ein Evaluierungsmodul (EVM) verfügbar, das die Funktion des TPS360X in Verbindung mit dem MSP430 Mikrocontroller demonstriert. Darüber hinaus verfügen die Bausteine für Entwicklungs- und Testzwecke über einen Pin zum manuellen Umschalten zwischen Hauptversorgung und Stützbatterie.