Die Leiterplattenhersteller in der DACH-Region verzeichneten zum Ende des zweiten Quartals 2019 Umsatzeinbußen von 10,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden laut ZVEI 12,8 Prozent weniger fakturiert. Insgesamt schloss das erste Halbjahr um zehn Prozent schwächer. Diese Zahlen basieren auf Angaben von Leiterplattenherstellern, die rund 75 Prozent des Marktes abdecken.

Die Book-To-Bill-Ratio der Leiterplattenhersteller in der DACH-Region ist wieder leicht gestiegen.

Die Book-To-Bill-Ratio der Leiterplattenhersteller in der DACH-Region ist wieder leicht gestiegen. ZVEI

Die größten Umsatzrückgänge (- 25 bis -30%) notierten dabei Hersteller, deren Hauptabnehmer die Automobilindustrie ist.

Auch der Auftragseingang fällt seit Jahresbeginn: Zum Vorquartal beträgt der Rückgang 4,3 Prozent und auch im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 ergibt sich ein Minus von 15,8 Prozent. Die Unternehmen der Autoindustrie haben in den vergangenen drei Quartalen zusätzlich einen Teil ihrer früheren Bestellungen bereinigt, da der Bedarf rückläufig war.

Der Trendindikator Book-to-Bill-Ratio – der Quotient aus Auftragseingang und Umsatz – verbesserte sich im zweiten Quartal 2019 auf einen Wert von 0,93 gegenüber 0,87 im ersten Quartal. Dies kommt daher, dass der Rückgang beim Auftragseingang nicht mehr so groß war.

Die Mitarbeiterzahl blieb zum Vorquartal konstant, zum Vorjahresquartal ging der Personalstand um 0,6 Prozent zurück.

Die Weltkonjunktur verliert nach Beobachtungen des ZVEI an Schwung, Handel und Investitionen gehen zurück. Die Zulassungszahlen für PKW fallen – auch weil die anhaltende Ungewissheit über künftige Antriebsarten Käufer zögern lasse. Das Kaufverhalten insgesamt verändere sich, weil US-Zölle auf Importe aus China die Produkte für amerikanische Verbraucher verteuern. Insgesamt herrscht laut ZVEI weltweit Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die weitere Entwicklung. Das schlage sich auch immer stärker in den Ergebnissen dieser Statistik nieder.