Welche Leistungen/Spannungen/Ströme sind aktuell von Ihnen erhältlich?

Helmut Nolden: Aktuell können wir unseren Kunden Einzelleistungen auf Gerätebasis von bis zu 30 kW, Spannungen bis 2000 V und Ströme bis 1000 A bieten. Die Werte gelten für die Produktgruppen Laborstromversorgungen, elektronische Lasten mit Netzrückspeisung und bidirektionale Laborstromversorgungen. Bidirektional bedeutet, dass die Geräte als Laborstromversorgung und auch als elektronische Last mit Netzrückspeisung betrieben werden können. Unsere bidirektionalen Laborstromversorgungen lassen sich kaskadieren und können so mit Leistungen von bis zu 1,92 MW, Spannungen bis 2000 V und Strömen bis 64000 A konfiguriert werden.

Welche Produkte können Sie der Automobilelektronik und Elektromobilität zur Verfügung stellen?

Helmut Nolden, Gründer und Geschäftsführer EA Elektro-Automatik

„Unsere Geräte verfügen standardmäßig und optional über eine große Zahl an Schnittstellen.“ Helmut Nolden, Gründer und Geschäftsführer EA Elektro-Automatik. EA Elektro-Automatik

Helmut Nolden: Unsere gesamte Produktpalette wird heute schon als Einzelgerät oder im System von namhaften Automobilherstellern weltweit eingesetzt. Ein Grund ist beispielsweise, dass unsere bidirektionalen Geräte bei der Entwicklung, beim Testen und Qualifizieren von Batterien entscheidende Vorteile bieten. Mit ihnen können Ingenieure Akkusysteme sowohl laden als auch entladen und die verwendete Energie mit einem Wirkungsgrad bis zu 96 Prozent wieder ins Netz zurückspeisen. Die entscheidenden Vorteile liegen im Handling, da nur ein Gerät bedient wird, sowie der Kosteneinsparung und Umweltfreundlichkeit. Hierbei kommen die Reduktion der Anschaffungskosten und die Energieeinsparung zum Tragen.

Welche Schnittstellen sind bei Ihren Geräten verfügbar und welche Softwaresysteme arbeiten mit den Geräten zusammen?

Helmut Nolden: Um unseren Kunden ein Maximum an Flexibilität zu ermöglichen, verfügen unsere Geräte standardmäßig und optional über eine große Zahl an Schnittstellen. Hierzu gehören: Analog, CAN, CANopen, Ethernet, EtherCAT, GPIB, Modbus, Profibus, Profinet und RS232. Durch die vorhandene digitale Regelung können Abläufe quasi in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden. Die Software EA Battery Simulator wurde von uns gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut entwickelt und ist mit unseren bidirektionalen Netzgeräten kompatibel. Mit ihr können Anwender verschiedene Betriebsbedingungen von Blei- und Lithium-Ionen-Batterien simulieren. Mit konfigurierbaren Parametern wie Umgebungstemperatur, State of Charge (SoC) und State of Health (SoH) lassen sich Batteriesysteme so nachstellen, dass sich elektronische Fahrzeugkomponenten unter nahezu realistischen Bedingungen testen lassen. Volle Kontrolle erlaubt auch die Software EA Power Control, mit der Anwender bis zu 20 EA-Geräte bequem fernsteuern und überwachen können.