Vision des neuen Cobot-Zentrums in Odense

Die Vision des neuen Cobot-Zentrums von UR und MIR in Odense, dem größten seiner Art. Universal Robots

Mit finanzieller Unterstützung ihrer US-Muttergesellschaft Teradyne haben Universal Robots (UR) und Mobile Industrial Robots (MIR) ein 50000 m² großes Baugrundstück erworben. Dort investieren sie 36 Millionen Dollar in den Bau eines großen Cobot-Zentrums in der ´Cobot-Hauptstadt´ der Welt. Zukünftig werden sich die Unternehmen das Zentrum mit 32000 m² teilen.

Kollaborierende Roboter – oder Cobots – sind heute das am schnellsten wachsende Segment der industriellen Automatisierung. Sie können ohne Schutzumhausung Seite an Seite mit dem Menschen zusammenarbeiten, entlasten diese von monotonen Aufgaben und verbessern die Produktivität. Teradyne möchte mit dem neuen Cobot-Zentrum die Führungspositionen, die MIR und UR weltweit aufgebaut haben, weiter stärken.

Auch Jürgen von Hollen, Präsident von Universal Robots, sieht ein enormes Potenzial im Markt für Cobots. „Laut ABI Research wird dieser Markt bis 2030 auf einen Gesamtwert von fast 12 Milliarden Dollar anwachsen. Dank der Nachfrage nach dänischen Cobots wachsen wir bereits jetzt aus unseren derzeitigen Büros in Odense heraus, sowohl bei UR als auch bei MIR”, so der UR-Präsident.

Warum gerade Dänemark?

Laut Mark Jagiela, Präsident und CEO von Teradyne habe man „in Dänemark etwas ganz Besonderes gefunden. Die Kombination aus innovativem Industriedesign und dem praktischen Geschäftssinn der Dänen ist perfekt für diesen aufstrebenden Industriezweig. Die Fähigkeit, Roboter anwenderfreundlich mit dem Menschen zusammenarbeiten zu lassen, haben wir in diesem Ausmaß nirgendwo sonst auf der Welt entdeckt, und wir freuen uns sehr darauf, unsere Ressourcen in Odense weiter auszubauen.” Thomas Visti, CEO von Mobile Industrial Robots, erklärte: „Dänemark hat einen bedeutenden Vorsprung auf dem globalen Markt für Cobots. Es ist daher äußerst sinnvoll, hier in Odense ambitioniert in den Bau des größten Cobot-Zentrums der Welt zu investieren.” Die Muttergesellschaft von MIR und UR unterstützt nicht zum ersten Mal die Entwicklung von Robotern in Dänemark finanziell. Bis heute hat Teradyne mehr als eine halbe Milliarde USD in die beiden dänischen Roboterunternehmen investiert.

„wir haben Kapazitäten, uns noch weiter zu vergrößern“

Weiteres Beschäftigungswachstum erwartet

Die Baustelle befindet sich im Industriegebiet von Odense in der Nähe des derzeitigen Hauptsitzes von UR, das ebenfalls Teil des neuen Cobot-Zentrums werden soll. Auch zukünftig werden die beiden Unternehmen als getrennte Einheiten weitergeführt. Ziel ist es, ein attraktives Umfeld für potenzielle neue Mitarbeiter zu schaffen, und so das von beiden Unternehmen erwartete weitere Wachstum in den kommenden Jahren zu erleichtern.

„Mit einem starken, professionellen Umfeld und einer hervorragenden Einrichtung können wir Talente aus der ganzen Welt anziehen.” MIR hat im vergangenen Jahr 100 neue Mitarbeiter, UR in den vergangenen zwei Jahren 280 neue Mitarbeiter eingestellt. Heute beschäftigen die beiden Unternehmen 160 beziehungsweise 450 Mitarbeiter in Dänemark. UR beschäftigt weltweit fast 700 Mitarbeiter, während die Belegschaft von MIR insgesamt rund 220 Mitarbeiter weltweit zählt.

Dänisches Robotik-Cluster auf Erfolgskurs

Die dänische Roboterindustrie boomt derzeit: Die jährliche Umfrage des Branchenverbandes Odense Robotics aus dem Jahr 2019 zeigt, dass aktuell 8.500 Menschen für dänische Roboterunternehmen arbeiten, davon allein 3900 in und um Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks. Wenn die Branche den Wachstumsprognosen folgt, wird die dänische Roboterindustrie nach Angaben des dänischen Analysehauses Damvad im Jahr 2025 bereits 25000 Mitarbeiter beschäftigen.

Doch nicht nur die Zahl der Beschäftigten wächst. Die Gesamteinnahmen der dänischen Robotikunternehmen stiegen 2018 um 18 % und erreichten 995 Mio. US-Dollar, wobei die Exporte um 26 % zunahmen. Diese Zahlen sind insofern von besonderer Bedeutung, als es in Dänemark noch vor 15 Jahren keine nennenswerte Robotikindustrie gab.

Safe the Date: Roboter in der Verpackungsindustrie

Veranstaliungshinweis "Roboter in der Verpackungsindustrie"

Am 13. Oktober findet die Praxistagung „Roboter in der Verpackungsindustrie“ zum zweiten Mal statt. Hüthig

Am 13. Oktober 2020 findet in München die 2. Auflage der Veranstaltung „Roboter in der Verpackungsindustrie“ statt. Auf der Praxistagung lernen die Teilnehmer nicht nur anhand von Best Practices, was bereits heute möglich ist. Sondern auch, an welchen Innovationen die F&E-Abteilungen der Lösungsanbieter aktuell feilen. Mit ihrem Themenspektrum bringen IEE und neue verpackung Automatisierungsspezialisten, Verpackungsmaschinenbauer und Endanwender zusammen und bieten neben dem Erkenntnisgewinn in Vorträgen und Fachausstellung nicht zuletzt die Möglichkeit zum spannenden fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmern. Lesen Sie hier, was 2019 auf dem Programm stand.

Bildergalerie:„Impressionen von der Praxistagung "Roboter in der Verpackungsindustrie"”
Mittwoch, 30. Oktober 2019, 08:00 Uhr, Hochhaus des Süddeutschen Verlags in München: Alles ist bereit für die Teilnehmer der Praxistagung „Roboter in der Verpackungsindustrie“.  <a href="https://www.all-electronics.de/erfolgreiche-praxistagung-roboter-in-der-verpackungsindustrie/"target="_blank">Hier geht es zum Nachbericht.</a>
Richard Bormann, Leiter der Gruppe „Handhabung und Intralogistik“, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik & Automatisierung IPA, macht mit seiner Keynote den Auftakt.
Auf ihn folgte Volker Haaf, Strategy & Marketing bei der Gerhard Schubert GmbH. Er stellte das Cobot-System seines Unternehmens vor, das offiziell auf der Interpack 2020 Premiere feiern soll.
Philip Bittermann, Chefredakteur neue verpackung (l.) und Stefan Kuppinger, Chefredakteur IEE, führten durch die Veranstaltung.
Vom Markenartikler über den Maschinenbauer bis zum Automatisierer war im Publikum alles vertreten, was sich mit dem Thema Robotik beruflich beschäftigt.
In der ersten Pause fand das Speed Networking statt, bei dem die Aussteller den Teilnehmern ihre Lösungen präsentierten.
Dabei wurde nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch gezeigt, wie Roboter die Produktion unterstützen können.
Immer vier Minuten standen den Ausstellern zur Verfügung – bei den komplexen Themen keine leichte Aufgabe.
Vom Kabel bis zur fertigen Integration wurde die ganze Bandbreite abgedeckt.
Nicht nur Theorie, auch die Praxis direkt am Roboter gehörte zum Programm.
Neben den Vorträgen, gab es auch eine Praxisausstellung.
Der Teufel steckt im Detail, das war die Botschaft von Thomas Korb, Leitung Produktmanagement, bei Escha. Seine Mahnung: Augen auf beim Leitungskauf.
Markus Sandhöfner, Geschäftsführer B&R Deutschland, erklärte, wie Unternehmen ihre Produktion mittels Roboter und Transportsysteme flexibler gestalten können.
Willkommen im Brownfield: Helmut Schmid, Geschäftsführer + General Manager Western Europe bei Universal Robots, sprach über die Möglichkeiten, Roboter in Bestandsanlagen zu integrieren.
Dass das Programmieren von Robotern kein Hexenwerk sein muss, zeigte Roland Wagner, Head of Product Marketing bei der Codesys Group.
Michael Ruf, Geschäftsführer von Transnova-Ruf, zeigte anhand einiger Fallbeispiele, wie sich mittels Roboter die Losgröße 1 im Verpackungsprozess wirtschaftlich umsetzen lässt.
Sebastian Liebetrau, Teamleader Area Sales Vacuum Automation & Robotic Gripping Division bei Piab Vakuum, schloss die Vortragsreihe mit Beispielen vakuumbasierter Handlingtechnologien. Und wie sie die Verpackungsindustrie in Schwung halten.
Die passende App bietet eine Übersicht über die Veranstatlung – wie auch bei den anderen Veranstaltungen des Hüthig-Verlags.