VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers sagte, wir müssen „damit rechnen, dass die schwache Nachfrage im zweiten Halbjahr noch spürbar auf die Produktion durchschlagen wird. Daher gehen wir für das Gesamtjahr 2020 von einem Produktionsrückgang von 17 Prozent aus“.

Der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers sagte: „Wir müssen damit rechnen, dass die schwache Nachfrage im zweiten Halbjahr noch spürbar auf die Produktion durchschlagen wird. Daher gehen wir für das Gesamtjahr 2020 von einem Produktionsrückgang von 17 Prozent aus“. VDMA

„Auch wenn sich am aktuellen Rand eine leichte Entspannung auf niedrigem Niveau abzeichnet, müssen wir damit rechnen, dass die schwache Nachfrage im zweiten Halbjahr noch spürbar auf die Produktion durchschlagen wird“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Daher gehen wir für das Gesamtjahr 2020 von einem Produktionsrückgang von 17 Prozent aus.“

Als Gründe dafür nannte der Industrieverband die Folgen der globalen Corona-Pandemie, einen belastenden Protektionismus im internationalen Handel sowie einen industriellen Wandel, der sich insbesondere in der wichtigen Kundenbranche Automobilindustrie niederschlägt. All diese Faktoren führten zu einem erheblichen Rückgang bei Auftragseingang, Kapazitätsauslastung und Produktion.

Entwicklung der deutschen Maschinenproduktion von 2012 bis 2021 (2020 Schätzung, 2021 Prognose). Reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent.

Entwicklung der deutschen Maschinenproduktion von 2012 bis 2021 (2020 Schätzung, 2021 Prognose). Reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent. VDMA

Auslastung unter langjährigem Wert

Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung im Maschinen- und Anlagenbau ist deutlich unter den langfristigen mittleren Wert von 86 % gesunken. „Zwischen Januar und Juli sackte die Kapazitätsauslastung von 84,1 auf 76,1 Prozent ab“, erläuterte der VDMA-Chefvolkswirt. „Einen so niedrigen Wert erreichte unsere Industrie zuletzt im Jahr 2010.“

Ausblick 2021: leichte Zuversicht

Für 2021 gehen die Volkswirte im VDMA grundsätzlich davon aus, dass sich die Weltkonjunktur –  wenn auch zögerlich und nicht unbedingt störungsfrei – erholt. „Wir rechnen für 2021 mit einem Produktionswachstum von 2 Prozent”, prognostizierte Wiechers.

Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Corona-Pandemie nicht abermals die Märkte und Lieferketten lahmlege und sich die wichtigen Abnehmerländer des Maschinenbaus nicht in weitere Handelskriege hineinziehen lassen. Zudem würden nicht alle Maschinenbausparten gleichermaßen von einer Erholung profitieren, betonte er. Die Investitionsgüterhersteller seien stärker betroffen als andere Sparten.