Insbesondere die EBIT-Marge erreicht mit 19,2 % einen überzeugenden Wert und unterstreicht die gestiegene Effizienz im Unternehmen. Das EBIT in Höhe von 10,2 Mio. € erwirtschaftete Viscom trotz erhöhter Aufwendungen für die regionale Expansion des Unternehmens. Besonders in die personelle Verstärkung hat Viscom investiert und die Mitarbeiterzahl um 30 % auf 346 Personen erhöht. Viscom hat die Betreuungs- und Beratungskapazitäten damit weltweit gestärkt.

Die globale Präsenz des Unternehmens gestaltet sich dabei zunehmend als Wettbewerbsvorteil. „Unsere Kunden bewerten für eine Kaufentscheidung nicht nur die Qualität der Maschinen, sondern auch den Service und Support, den wir bieten können,“ erklärt Volker Pape, Vorstand und Unternehmensgründer der Viscom AG. „Mit den neuen Applikationszentren in Asien und den USA werden wir diesem Anspruch gerecht und können unsere Kunden weltweit optimal betreuen.“ Auch die Kapazitäten für Forschung und Entwicklung hat Viscom weiter ausgebaut. Allein am Heimatstandort Hannover hat das Unternehmen im abgelaufenen Jahr 60 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das Nachsteuerergebnis liegt bei 8,4 Mio. € und damit um 12,1 % höher als im Vorjahr. „Ein erfreuliches Ergebnis besonders für unsere Aktionäre“, kommentiert Ulrich Mohr, Finanzvorstand der Viscom AG, „Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie vorschlagen – eine Ausschüttungsquote von mehr als 50 %.“ Die Auftragslage zum Ende des Jahres 2006 entspricht den Erwartungen: Während der Auftragseingang in der Berichtsperiode um 12,7 % höher war als im Vorjahr und 53,4 Mio. € erreichte, lag der Auftragsbestand zum Ende des Jahres bei 8,5 Mio. € und damit knapp über dem Vorjahreswert (8,4 Mio. €).

„Wir wissen, dass wir in der kurzfristigen Betrachtung nicht alle Erwartungen voll erfüllt haben,“ sagt Dr. Martin Heuser, Vorstand und Unternehmensgründer der Viscom AG, „Das darf aber nicht über die insgesamt sehr positive Entwicklung der Viscom-Gruppe im vergangenen Jahr hinwegtäuschen.“ Ausgesprochen erfreulich zeigte sich zum Beispiel die Umsatzsteigerung in Europa – Viscom erzielte hier eine Verbeserung um 9,6 % auf 38,0 Mio. €. Mit rund 71 % der Umsätze ist die Region weiterhin der bedeutendste Markt der Viscom-Gruppe. Ebenfalls eine leichte Umsatzsteigerung erzielte Viscom in Amerika: Der Umsatz erreicht 8,6 Mio. € im Jahr 2006 – eine Verbesserung um 3,6 %. Hinter den Erwartungen zurück ist die Region Asien mit einem Umsatzrückgang um 10,6 % auf 6,7 Mio. €. „Wir haben gelernt, dass Entscheidungsprozesse in Asien oft viel Zeit in Anspruch nehmen“, erläutert Volker Pape den Rückstand „Mit dem Börsengang hat Viscom aber das nötige Kapital gewonnen, um intensiv in diesem Markt zu investieren und auch den Atem, um sich dort dauerhaft durchzusetzen.“

Auch in technischer Hinsicht bleibt die Viscom AG für ihre Kunden ständig in Bewegung: Absolutes Highlight im Jahr 2006 ist die Entwicklung der X7056. „Mit dem kombinierten AOI/AXI-System haben wir eine Maschine entwickelt, zu der es kein vergleichbares Produkt am Markt gibt,“ unterstreicht Dr. Martin Heuser. „Der Markt hat auf diese Maschine gewartet. Die Serienfertigung ist jetzt angelaufen und es liegen schon zahlreiche Bestellungen vor.“ Nicht nur im Systembereich forscht und entwickelt Viscom dabei kontinuierlich, auch die eingesetzten Baugruppen werden ständig weiterentwickelt: Mit dem VM-Modul kommt ein vollständig überarbeiteter Sensorkopf auf den Markt, der wesentlich leistungsstärker, vielseitiger und schneller sein wird, als seine Vorgängermodelle. Für die weitere erfolgreiche Entwicklung ist die Viscom-Gruppe damit sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht gut positioniert.