Das Pilotprojekt zielt darauf ab, im südlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo, in dem sich 70 % des weltweiten Kobaltvorkommens befinden, die Einhaltung von Gesetzen zu stärken und die Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen sowie das soziale Wohlergehen zu verbessern. Erste Weiterbildungen für Minenbetreiber und -arbeiter wurden gerade gestartet. Das Vorhaben wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt und von BASF, BMW Group, Google, Samsung Electronics, Samsung SDI sowie Volkswagen finanziert. Kobalt ist wichtiges Rohmaterial bei der Produktion von Autobatterien.

Zwei Fokusfelder stehen im Mittelpunkt des Pilotprojekts im kongolesischen Kupfergürtel: die Arbeitsbedingungen im Kleinstbergbau sowie die Lebensbedingungen für die umliegenden Gemeinden. Bei beiden Bereichen sollen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Bergbaukooperativen, Regierungsbehörden und Zivilgesellschaftsorganisationen Fortschritte erzielt werden. Dies geschieht – laut Pressemeldung – durch Verbesserung des Abbaumanagements sowie durch Schulungen der Arbeiter zu den Themen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. In den umliegenden Gemeinden wird für besseren Zugang zu Bildung gesorgt, sowie für die Stärkung von alternativen Einkommensquellen und Konfliktlösungsfähigkeiten. Bereits mehr als 1.800 Anwohner von Bergbaugemeinden haben von diesen Maßnahmen profitiert.

Derzeit werden die Schulungen für nachhaltigere Arbeitsbedingungen für zunächst 1500 Bergarbeiter von 12 Bergbaukooperativen aus dem Kobaltkleinstbergbau rund um die Stadt Kolwezi vorbereitet. Ziel ist es, auf einer legalen Kobaltmine zu erproben, wie im Kleinstbergbau nachhaltige Abbaupraktiken eingeführt und aufrechterhalten werden können. Dafür wurden bereits 36 vorhandene Kobaltminen begutachtet.