CARE Technologies hat der Öffentlichkeit ihre erste vollautomatische Programmiermaschine präsentiert. Nach acht Jahren Entwicklungszeit und einer halben Million Ingenieurstunden hat die aus Spanien stammende Firma ihr Ziel erreicht. OlivaNova Model Execution produziert Software auf Knopfdruck.


Die Idee, dass nicht Menschen, sondern Computer Software schreiben, ist nicht neu. Auf dem Markt erhältliche Systeme wie Rational Rose von IBM oder Together J ermöglichen jedoch nur, anhand eines Modells die Struktur einer Software zu planen. Heraus kam dabei bislang nur ein Programmskelett, das vom Software-Entwickler selbst zum Leben erweckt werden musste. Die Innovation der Programmiermaschine OlivaNova Model Execution ist die plattformunabhängige und vollständige Transformation von Modellen in funktionierende Software in Java, Visual Basic und demnächst auch in .NET. Weitere Sprachen sind denkbar. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Software auf Windows/ Apple, Unix/Linux oder MainFrame eingesetzt werden soll.


Nach den Worten von Joachim Fischer, Mitglied der Geschäftsleitung von CARE Technologies Deutschland, „ist die Zeit der tagelangen Suche nach Programmfehlern vorbei. Die Fehlerrate sinkt mit der Programmiermaschine auf ein Fünfzehntel, weil der Programmierer nur noch wenige Möglichkeiten hat, Fehler zu machen.“ Laut Fischer werden nur eindeutige Eingaben zugelassen, außerdem finden Plausibilitätsprüfungen statt, bevor der Code erstellt wird. Die Programmiermaschine OlivaNova Model Execution baut auf der formalen Sprache UML (Unified Modelling Language) auf.


Ein prominent besetzter wissenschaftlicher Beirat stellt die „Denkmaschine“ dar, in der Expertenwissen aus aller Welt zusammengetragen wird. Neben Professor Oscar Pastor aus Valencia, dem geistigen Vater der Programmiermaschine, sind Prof. Henderson-Sellers aus Sidney, Prof. Katrib aus Havanna, Prof. van der Donckt aus Belgien, Prof. Wieringa aus den Niederlanden und Prof. Liddle aus Utah im Beirat. Die nächsten Vorhaben: zunächst wird die Programmiermaschine ab Frühjahr 2004 auch Software für .NET erzeugen können, außerdem soll das Mensch-Maschine-Interface optimiert werden.(jj)


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