I. E. Meera Shankar, Botschafterin von Indien in der Bundesrepublik Deutschland: „Es zeichnet sich ab, dass Indien sich zu einem der wichtigen Outsourcing-Drehkreuze für Ingenieursdienstleistungen entwickelt“.

I. E. Meera Shankar, Botschafterin von Indien in der Bundesrepublik Deutschland: „Es zeichnet sich ab, dass Indien sich zu einem der wichtigen Outsourcing-Drehkreuze für Ingenieursdienstleistungen entwickelt“.

Auf dem diesjährigen Competence Exchange Symposium von ETAS hielt I. E. Meera Shankar, Botschafterin von Indien in der Bundesrepublik Deutschland, die Abschlussrede. Darin informierte sie die Zuschauer im vollbesetzten Saal über den Stand der Automobilindustrie in Indien. AUTOMOBIL-ELEKTRONIK gibt einige ihrer wichtigsten Gedanken wieder.

Nachdem Indien derzeit über 50% seines Bruttosozialprodukts mit Dienstleitungen erwirtschaftet „beginnt der Herstellungssektor jetzt mit dem Turnaround“, so Frau Shankar. Den SUV Mahindra Scorpio und den Kleinwagen Maruti Suzuki fertigten indische Firmen bereits sehr erfolgreich. Schon heute produziere Indien weltweit die meisten Traktoren, während es bei Zweirädern an zweiter Stelle stehe.

„Die Vereinigung unserer Automobil-Zulieferer schätzt, dass Indien dieses Jahr für über 5 Milliarden US-$ Zulieferteile für die Autohersteller auf der Welt liefert, und sie schätzen, dass wir diesen Wert innerhalb der nächsten 6 bis 7 Jahre auf etwa 20 Milliarden $ steigern können… Es zeichnet sich ab, dass Indien sich zu einem der wichtigen Outsourcing-Drehkreuze für Ingenieursdienstleistungen entwickelt“.

Sie ist der Ansicht, dass die deutschen Unternehmen erst spät auf den indischen Markt kamen, wobei der Slogan laute „Lieber spät als gar nicht“.  In diesem Zusammenhang erwähnt sie dann auch Bosch als Zulieferer für den Tata Nano, vergisst aber nicht darauf hinzuweisen, dass Bosch bereits seit langer Zeit in Indien aktiv ist. Den Tata Nano sieht sie als „sehr sichtbares Symbol für die Art von Kooperationen und Synergien, die wir zwischen deutschen und indischen Unternehmen aufbauen können.“ Shankar weiter: „Ich bin sicher, dass diese Art der Zusammenarbeit wachsen wird.“

„Wir möchten zumindest für das nächste Jahrzehnt in Indien eine Wachstumsrate von 8 bis 10% halten“, gibt sie die Richtung vor – und zwar mit dem Ziel, Indien längerfristig zum drittgrößten Automarkt weltweit (nach den USA und China) zu machen. „Über alles hinweg betrachtet sehen wir das Szenario bei der Entwicklung von Bauelementen für das Auto als extrem aussichtsreich an.“ (av)