Blickten auf ein erfolgreiches Jahr 2017 mit Rekordumsatz: Vertriebsvorstand Jose Carlos Alvarez Tobar, Vorstandssprecher Jörg Timmermann und Elke Eckstein, Vorstand Operations und Chief Digitalisation Officer von Weidmüller. (vl)

Blickten auf ein erfolgreiches Jahr 2017 mit Rekordumsatz: Vertriebsvorstand Jose Carlos Alvarez Tobar, Vorstandssprecher Jörg Timmermann und Elke Eckstein, Vorstand Operations und Chief Digitalisation Officer von Weidmüller. (vl) Redaktion IEE

„Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Für das Jahr 2017 haben wir unsere eigenen Wachstumsprognosen übertroffen und den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt“, erklärt Vorstandssprecher Jörg Timmermann im Rahmen der Jahrespressekonferenz auf der Hannover Messe 2018. Mit der Neuaufteilung der Divisionen in Device and Field Connectivity, Cabinet Products und Automation Products and Solutions 2017 trieb Weidmüller den Wandel vom reinen Komponentenanbieter hin zum Anbieter von Lösungen voran. Einen Hauptanteil am starken Wachstum hatte die Division Automation Products and Solutions, mit einem Plus von 24 %.

Unterstützt wurde das gute Ergebnis auch durch die Übernahme von Vertriebsgesellschaften in den USA, Kanada und Mexiko im Oktober 2017 von Rockwell Automation. Laut Vertriebsvorstand Jose Carlos Alvarez Tobar werden 80 % der Produkte in den Nafta-Staaten über Distributoren verkauft. Daher hatte die Akquisition auch großen Anteil an der Umsatzsteigerung in der Region Nordamerika (30 % gegenüber Vorjahr). Gleichzeitig investierte das Unternehmen in Wachstumsmärkte in Südostasien durch die Gründung eines Gruppenunternehmens in Indien, einer Vertriebsniederlassung in Taiwan und der Übernahme des malaysischen Distributors ConnectPlus Technology.

Auch die Zahl der Mitarbeiter wuchs um 150 auf 4700 – davon arbeiten ungefähr 1800 am Standort in Detmold. Timmermann gab jedoch zu bedenken, dass der Bedarf an neuem Personal eigentlich noch höher gewesen wäre.

F&E bleibt Schwerpunkt

Mit 44,6 Millionen Euro investierte Weidmüller 2017 knapp 5 % seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Dieser Anteil soll in der Zukunft auf mindestens 6 % ansteigen. „Im dritten Quartal wird der Neubau unseres Kunden- und Technologiezentrums in Detmold abgeschlossen sein – die größte Investition in unserer Geschichte und wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung neuer Lösungen und Services“, erklärte Elke Eckstein, Vorstand Operations und Chief Digitalisation Officer. Zudem entsteht im Rahmen eines Investorenprojektes ein Forschungs- und Entwicklungsstandort an der Zukunftsmeile in Paderborn. Weidmüller hat bei dem Projekt die übergeordnete Projektleitung inne und wird neben der Universität Paderborn sowie dem Fraunhofer-Institut Mieter sein.

Gleichzeitig investiert das Unternehmen in den Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten, um für die steigenden Anforderungen der nächsten Jahre vorbereitet zu sein. „Im letzten Jahr haben wir den Umbau der Metall- und Oberflächenfertigung in Detmold und die Erweiterung unserer Produktionsstätten in Tschechien erfolgreich abgeschlossen“, verdeutlicht Eckstein. „Im Februar dieses Jahres fand zudem der Spatenstich für die Zusammenlegung und Erweiterung der Produktionshallen im chinesischen Suzhou statt.“

800-Millionen Euro Grenze soll 2018 fallen

Mit einem Rekordergebnis im 1. Quartal im Rücken, blicken die Detmolder zuversichtlich auf das Jahr 2018. So soll das Wachstum 8 % betragen, um so das Jahr mit einem Umsatz von 800 Millionen abzuschließen. Die Auto- und Digitalsierung seien dabei die größten Wachstumstreiber.