Neben Schaltschränken benötigen auch Elektronik-Baugruppen ein effektives Wärmemanagement, insbesondere, da die Baugruppen immer kleiner und gleichzeitig leistungsfähiger werden. Dieser Trend stellt neue Anforderungen an die Wärmeabfuhr, da thermische Probleme die Zuverlässigkeit von Systemen negativ beeinflussen und die Lebensdauer verkürzen.

Richtige Platzierung

Durch die Kühlkassette wird die im Gerät entstehende Verlustleistung beziehungsweise -wärme über einen gleichzeitig als Seitenwand fungierenden Kühlkörper nach außen abgeführt.

Durch die Kühlkassette wird die im Gerät entstehende Verlustleistung beziehungsweise -wärme über einen gleichzeitig als Seitenwand fungierenden Kühlkörper nach außen abgeführt. Intermas-Elcom

Das Internet bietet bei der Suche in Bezug auf effiziente Lüftung und Entwärmung erste Anhaltspunkte für verfügbare Systeme und Anwendungen sowie deren Vor- und Nachteile. In den meisten Fällen gestaltet sich die Suche auf eigene Faust und ohne einen kompetenten Partner an seiner Seite oftmals als recht schwierig. Beim Temperaturmanagement gibt es eine Vielzahl von Punkten, die im Einzelnen zu bewerten und zu beachten sind. Unter anderem geht es um die Frage der richtigen Platzierung des Lüftereinschubes. Im Bodenbereich des Schaltschrankes befindet sich üblicherweise die beste Position, da der Lüfter kalte Luft ansaugen kann und diese nach oben bläst. Thermisch ist diese Lage optimal, weil die Lebensdauer der Lüfter nicht verringert wird. Oft findet sich aber nur im oberen Bereich des Schaltschrankes Platz, um einen Lüftereinschub zu montieren. Dies wirkt sich jedoch nachteilig auf die Lebensdauer des Lüfters aus, da er permanent warme Luft ansaugt und mangels Abkühlung des eigenen Motors selbst der Hitze zum Opfer fällt.

19-Zoll-Kühlkassette

Der Lüftereinschub Coolspot ermöglicht es entsprechend der anfallenden Wärmelast, die Anzahl der Lüfter zu variieren.

Der Lüftereinschub Coolspot ermöglicht es entsprechend der anfallenden Wärmelast, die Anzahl der Lüfter zu variieren. Intermas-Elcom

Die Planung rund um das Thema Wärmemanagement ist komplex und zeitintensiv, sodass es sinnvoll ist, sich einen Spezialisten auf diesem Gebiet beratend zur Seite zu holen. Intermas hat viele Jahre Erfahrung und einige Produkte im Bereich Temperaturmanagement. Zur passiven Kühlung elektronischer Baugruppen und Systeme gibt es eine 19-Zoll-Kühlkassette. Durch die hohe Packungsdichte der Baugruppen wird eine konventionelle Lüftung, zum Beispiel durch natürliche Konvektion erschwert, auch der Einsatz von Lüftern stößt dadurch häufig an Grenzen. Durch die Kassette wird die im Gerät entstehende Verlustleistung beziehungsweise -wärme über einen gleichzeitig als Seitenwand fungierenden Kühlkörper nach außen abgeführt. Bei extremer Temperaturentwicklung kann die Wärme dabei noch zusätzlich gezielt über eine sogenannte Heatpipe auf den Kühlkörper geleitet werden.

Der Wärmewiderstand des Kühlkörpers beträgt zirka 0,8 K/W. Eine asymmetrische Frontplatte deckt den Kühlkörper frontseitig ab. Der Einbau von Europakarten ist durch rastbare Kartenführungen auf jedem beliebigen Steckplatz innerhalb der Kassette möglich. Ein umfangreiches Zubehörprogramm, zum Beispiel Rückwände oder Griffe und Griffstreifen in unterschiedlichen Ausführungen und Farben, steht zur Verfügung. Zur Schirmung der Front im Baugruppenträger kann bei Bedarf die Frontplatte mit EMV-Kontaktfedern ausgestattet werden. Optional ist es auch möglich, die Kassette gegen HF-Störeinflüsse abzuschirmen.

Schaltschrank-Entlüftung

Der Inter-Rail-Fan ist ein kompakter Lüftereinschub in –HE-Bauweise für Bahnanwendungen. Intermas-Elcom

Der Inter-Rail-Fan ist ein kompakter Lüftereinschub in 1–HE-Bauweise für Bahnanwendungen. Intermas-Elcom

Im Bereich Schaltschrank-Entlüftung bietet Intermas den 1-HE-Lüftereinschub Coolspot an. Er ermöglicht es entsprechend der anfallenden Wärmelast, die Anzahl der Lüfter zu variieren für eine punktgenaue Kühlung elektronischer Baugruppen in 19-Zoll-Schränken oder Gehäusen. Die Lüfter können stufenlos und frei positioniert werden, wodurch die Kühlluft gezielt an Hot Spots zugeführt werden kann. Der Grundrahmen fügt sich aus speziellen Aluminium-Profilen zusammen. Aufgrund des variablen Aufbaus kann der Anwender frei wählen, ob er nur einen Lüfter einbauen möchte oder ob eventuell mehrere Lüfter benötigt werden. Bei einem 19-Zoll-Einschub sind bis zu vier Lüfter in einer Reihe möglich.

Die Befestigung der Lüfter im Grundrahmen erfolgt ohne Werkzeug. Die ausgeklügelte Gestaltung des Frontplatten- und des Rückwandquerschnittes ermöglicht es, die einzelnen Lüftermodule über die gesamte Breite des Lüftereinschubes stufenlos und somit punktgenau zu verschieben mithilfe von Halteclips aus Federstahl. Durch die modulare Bauweise kann der Lüftereinschub in der Tiefe um eine zusätzliche Reihe erweitert werden. Somit lässt sich die maximale Anzahl der Lüfter auf acht Stück verdoppeln. Durch die Verwendung von handelsüblichen Lüftern lassen sich unterschiedliche Spannungen und Luftleistungen individuell auf die Kundenanforderungen abstimmen.

Bahnanwendungen

Auch elektrische Komponenten in Bahnanwendungen, vor allem in 19-Zoll-Gehäusen und Schränken benötigen eine effektive Kühlung. Hierfür eignet sich der Inter-Rail-Fan, ein kompakter Lüftereinschub in 1-HE-Bauweise. Dieser wurde speziell für den Einsatz in der Bahntechnik konzipiert und den Bahnstandards entsprechend konstruiert. Ein integrierter Temperaturfühler ermöglicht eine Anpassung der Lüfterdrehzahl in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur. Optional ist ein externer Temperaturfühler erhältlich. Bei Unterschreiten einer kritischen Lüfterdrehzahl wird ein Alarm ausgegeben, sowohl optisch (LED) als auch über einen potenzialfreien Kontakt. Die Nennleistung beträgt 18 W. Die Betriebstemperatur erstreckt sich von -40 bis +70 °C (OT4 nach EN 50155). Standardmäßig wird der Lüftereinschub aus vorverzinktem Stahlblech gebaut.