Jedes Kabel eindeutig bezeichnet. Dies verhindert Verwirrungen, gerade bei einem Retrofit.

Jedes Kabel eindeutig bezeichnet. Dies verhindert Verwirrungen, gerade bei einem Retrofit. Murrplastik

Der Bedarf an individuellen Kennzeichnungs-Systemen nimmt stetig zu, beispielsweise durch vermehrte Retrofits, also die Modernisierung von Maschinen und Anlagen durch die Integration neuer elektrischer Bau­teile. Bei der Wahl der Kennzeichnungssysteme sind nicht nur Anforderungen hinsichtlich Anwendungsbereich und Branche zu berücksichtigen, sondern auch Materialeigenschaften und Spezifikationen.

Zum Beispiel sind im Lebensmittel- und Pharmaziebereich (mit hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards) Kennzeichnungsschilder gefragt, die extrem widerstandsfähig und langlebig sind sowie aus rostfreiem und/oder detektierbarem ­Material bestehen. Gründe dafür sind anspruchsvolle Umgebungen wie feuchte und nasse Räume, hohe Temperaturen und mechanische Belastungen, Kontaminationen sowie Exposition mit chemischen Verbindungen. Neben dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau stellen auch die chemische und petrochemische Industrie, Berg- und Schiffsbau, Windkraftanlagen oder Bahntechnik extrem hohe Ansprüche an Kennzeichnungssysteme. Auch der Wunsch nach Nachrüstbarkeit und Rückverfolgbarkeit einzelner Komponenten erfordert Lösungen rund ums professionelle Kabelmanagement.

Mehrwert durch nachträgliche Kennzeichnung

Eigenschaften der nachträglichen Kennzeichenschilder KNC, KNQ und KSM

Eigenschaften der nachträglichen Kennzeichenschilder KNC, KNQ und KSM Murrplastik

Murrplastik Systemtechnik verfügt als Hersteller von manuellen und computergesteuerten Beschriftungssystemen über ein breites Sortiment an direkter und nachträglicher Ader- und Leitungskennzeichnung (ohne Tüllen). Die nachträglichen Kennzeichenschilder KNC, KNQ und KSM lassen sich schnell, flexibel und einfach an Adern und Leitungen montieren. Hauptvorteil der direkten Kennzeichnung ist die Zeitersparnis bei der Montage. Im Gegensatz zur Tüllen-Montage benötigt das Anbringen des Kennzeichenschildes nur noch einen Schritt. Zudem können Anwender die nachträglichen Kennzeichnungsschilder stabil und sicher befestigen. Ein weiterer Aspekt: die verringerte Fehleranfälligkeit für den Anwender.

KNC, KNQ und KSM gibt es in Polycarbonat; KSM auch in Polypropylen sowie in einer detektierbaren Polypropylen-Variante. Aufgrund der chemischen Beständigkeit eignet sich Letztere für den Lebensmittel- und Pharmaziebereich. Alle drei Materialien sind gegenüber Umwelteinflüssen und mechanischen Belastungen widerstandsfähig und daher langlebig. Die Einsatztemperaturen von KNC, KNQ und KSM aus Polycarbonat liegen zwischen -40 und 140 °C und erfüllen so die höchste Brandschutzklasse VO nach UL 94. Bei den Schildern aus Polypropylen beträgt die Einsatztemperatur zwischen -30 und 90 °C, was der Brandschutzklasse HB nach UL94 entspricht.

Firmeninterne Tests zeigen in Klima-, UV-/Arizona- und Vibrationsversuchen, dass die hohen Belastungen keine Spannungsrisse oder andere Schäden bei den nachträglichen Kennzeichnungsschildern verursachen. KNC und KSM halten, bedingt durch die Montageart (Verschließbarer Clip, Befestigung mit Kabelbindern), auch im Vibrationstest sicher. Alle drei Schilder haben außerdem gemeinsam, dass sie sich auch nach längerer Zeit nicht verfärben und die Beschriftung lesbar bleibt

Vorteile der nachträglichen Kennzeichnung

Beschriftungsmaterial und Kennzeichenschilder für jeden Einsatzbereich

Beschriftungsmaterial und Kennzeichenschilder für jeden Einsatzbereich Murrplastik

Die Anwendungsbereiche der nachträglichen Kennzeichnung sind vielfältig, zum Beispiel für Fertigungsanlagen in der Automobilindustrie, in Schaltschränken sowie bei einem Retrofitting. In seinem Produktportfolio führt das Oppenweiler Unternehmen dafür Hard- und Software als Komplett- und als Einzellösung für alle gängigen Kennzeichnungstechnologien (Plotten, Tintenstrahl, Thermotransfer, Gravieren und Lasern). Dabei eignen sich die vielseitigen Kennzeichnungslösungen für Einzeladern, Schaltgeräte, Klemmen, Leitungen, Bedien- und Meldegeräte sowie Schläuche auch im harten Betriebs­alltag. Material und Drucktechnik müssen dabei aufeinander abgestimmt sein, genauso wie Hard- und Software. So lassen sich beispielweise individuelle Kennzeichnungsdaten (wie Texte, Nummern, Grafiken und Codes) aus CAE-Lösungen zur Projektierung, Dokumentation und Verwaltung von elektrotechnischen Automatisierungsprojekten direkt in die Kennzeichnung-Software übernehmen. Diese bereitet die Druckausgabe vor, um über USB-Port (Einzelplatz) oder Ethernet (Netzwerk) die unterschiedlichen Kennzeichnungsgeräte anzusteuern und zu bedienen. Mit dem Dienstleistungsservice „Label on Demand“ erhalten Kunden maßgeschneiderte Kennzeichnungsschilder aus unterschiedlichen Materialien und mit Befestigungslöchern, Logos, Piktogrammen oder QR-Codes. Hier die Vorteile der nachträglichen Kennzeichnung zusammengefasst:

  • Anwenderfreundliche Handhabung
  • Nachträgliche und direkte Montage
  • Kein Zubehör wie Tüllen oder Befestigungshilfen notwendig
  • Zeitersparnis durch schnelle und werkzeuglose Montage
  • Stabile Befestigung
  • Flexible Positionierung
  • Für unterschiedliche Querschnitte
  • Beschriftung einzelner Schilder möglich
  • dauerhaft, fälschungssicher und unverlierbar