Für echte Multiuser-Interaktivität unterstützen die neuen PCAP-Controller bis zu 80 zeitgleiche Berührungen. Eine verbesserte „Palm-Rejection“ erkennt und ignoriert anormale Berührungen wie zum Beispiel einen auf dem Bildschirm abgestützten Arm. Der firmeneigene ASIC von Zytronic (Bild 4) in den ZXY500-Controllern erhöht die Geschwindigkeit der Berührungserkennung, sodass Touch-Koordinaten am Controller-Ausgang in nur 1 ms aktualisiert werden. Dadurch verringert sich, im Vergleich zu vorangegangenen Controller-Generationen, die Wartezeit nach einer Berührung um ein Drittel und verbessert das allgemeine Benutzererlebnis. Sie erkennen auch zuverlässig Berührungen durch ein mehr als 8 mm dickes Abdeckglas hindurch, sogar mit behandschuhten Händen. Selbst Regen, Salzwasser, Öl oder Eis auf der Oberfläche des Touch-Sensors machen ihnen nichts aus.

Bild 4: Der firmeneigene ASIC in den ZXY500-Controllern erhöht die Geschwindigkeit der Berührungserkennung, sodass Touch-Koordinaten in nur 1 ms am Controller-Ausgang aktualisiert werden. Zytronic

Der firmeneigene ASIC in den ZXY500-Controllern erhöht die Geschwindigkeit der Berührungserkennung, sodass Touch-Koordinaten in nur 1 ms am Controller-Ausgang aktualisiert werden. Zytronic

Taktiles Feedback

Ein häufiger Vorbehalt gegenüber allen Arten von Touchscreens ist, dass sie taktiles Feedback nicht auf die Art und Weise geben, wie mechanische Steuerungen. Dies kann ein Nachteil sein, wenn zum Beispiel ein Benutzer bei der Bildschirmbedienung gerade wegschaut, wodurch es zu unbeabsichtigten Berührungen kommen kann.

Die „Force“-Sensorikfunktion des ZXY500 nimmt sich dieses Problems an (Bild 5). Zytronics individualisierte Berührungserkennungs-Firmware reagiert auf die größere Oberfläche einer Fingerkuppe, wenn diese fest auf den Bildschirm gedrückt wird und folglich bei der Ausgabe entsprechend unterscheidet. Softwareentwickler können die gestaffelten Controller-Informationen dann dazu nutzen, verschiedene Funktionen abhängig vom aufgebrachten Druck zu aktivieren. Beispielsweise das Aussenden eines akustischen Signals, das den Nutzer auf die angewählte Option aufmerksam macht, wenn der Bildschirm leicht berührt wird, und das anschließende Bestätigen der Wahl, indem stärkerer Druck ausgeübt wird. So kann ein Instrument beispielsweise Temperatur, Druck oder Zeit angeben, während der Finger des Benutzers sich über den Bildschirm bewegt. Sobald der Finger sich über der richtigen Option befindet, wird diese durch festes Drücken ausgewählt, ohne das Risiko einer falschen Berührung.

Systemintegration und Kommunikation

Bild 5: Die individualisierte Berührungserkennungs-Firmware reagiert sowohl auf die Stärke als auch die Stelle des aufgebrachten Drucks. Zytronic

Die individualisierte Berührungserkennungs-Firmware reagiert sowohl auf die Stärke als auch die Stelle des aufgebrachten Drucks. Zytronic

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Benutzeroberflächendesigns ist, wie leicht der Controller sich in den Rest des Systems integrieren lässt. USB ist eine äußerst beliebte Schnittstelle, aber es gibt einige Anwendungen, die RS232-, I2C- oder SPI-Schnittstellen benötigen.

Auch die Größe des kleinsten PCAP-Controllers im neuen ZXY500-Sortiment wurde auf lediglich 61 × 64 mm2 erheblich verringert, um Zytronic Touch-Sensoren bis zu ~19 Zoll zu unterstützen (Bild 6). Die flexiblen Leiterplatten, die die Touch-Sensoren mit den neuen Controllern verbinden, wurden ebenfalls auf eine Länge von nur 120 mm verkürzt, was die Integration weiter vereinfacht.

Zu guter Letzt sind die neuen Controller auch HID-fähig (Human-Interface-Geräte) und können mit neueren Windows-Betriebssystemen im Plug-and-Play-Modus betrieben werden. Des Weiteren werden auch Linux- und Android-Versionen unterstützt, die für Multi-Touch-Input geeignet sind.

Fazit

Bild 6: Der kleinste PCAP-Controller (61 mm × 64 mm) im neuen ZXY500-Sortiment unterstützt Touch-Sensoren bis zu ca. 19 Zoll. Zytronic

Der kleinste PCAP-Controller (61 mm × 64 mm) im neuen ZXY500-Sortiment unterstützt Touch-Sensoren bis zu ca. 19 Zoll. Zytronic

Sensoren können nun zuverlässig in Industrieumgebungen eingesetzt werden, wo es bislang nicht möglich war. Selbst unter anspruchsvollen Bedingungen mit einer hohen elektromagnetischen Störbeeinflussung und Exposition gegenüber Schmutzstoffen bieten die Touchscreens eine robuste und rasch ansprechende Benutzeroberfläche. Sie sind auch geeignet für unbeaufsichtigte und/oder Anwendungen im Freien. Hier sind sie vollständig vor materiellen Schäden und Umweltfaktoren geschützt, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird.

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