Kamera überwacht Anlage

Im explosionsgefährdeten Bereich bietet R. Stahl für jede Applikation die richtige Kamera und das entsprechende, getestete CCTV-System. R. Stahl

Da durch unkontrolliertes Zusammenwirken von Gefahrenstoffen, Sauerstoff, Hitze oder Funkenschlag höchste Gefahr für Menschenleben und Assets entstehen, zählen die Lagerung und Überwachung risikobehafteter Stoffe in explosionsgefährdeten Bereichen zu den wichtigsten Aufgaben der Anlagenbetreiber. Besondere Vorsicht ist bei der Lagerung von Gefahrenstoffen in Containern geboten. Denn Löscharbeiten bei Containerbränden gestalten sich aufgrund oft großer Lagermengen und der erschwerten Zugänglichkeit äußerst problematisch. Zudem gibt es in vielen Fällen eine erhöhte Gefahr von Folgebränden oder Mehrfachexplosionen. Feuerwehren müssen bei solchen Einsatzfällen nicht nur alle Kapazitäten aufbieten und in hoher Personenanzahl einrücken, sondern auch über dezidierte Spezialkenntnisse für die Chemikalienbrand-Bekämpfung verfügen. Deswegen sind die Feuerwehren international äußerst sensibilisiert, wenn es um Brandeinsätze im Chemieumfeld geht – auch wenn es dort häufig zu Fehlalarmen kommt.

Überwachungskamerasysteme erhöhen die Sicherheit

Containerüberwachung mit CCTV-System

Für die Containerüberwachung in den Ex-Zonen 1, 2, 21, 22 gibt es explosionsgeschützte Kameras für jede Applikation mit dem entsprechenden CCTV-System. R. Stahl

R. Stahl, Hersteller von explosionsgeschützten Schaltgeräten, Überwachungssystemen und Netzwerkkomponenten, engagiert sich in dieser Thematik seit vielen Jahren. Zur Überwachung von Containern, Behältern, Rohrleitungen und anderen potentiellen Brandherden entwickelt der Ex-Schutz-Spezialist kundenindividuelle CCTV-Systeme (Closed Circuit Television zu dt. Überwachungskamerasysteme), die das Unternehmen flexibel an die Rahmenbedingungen und örtliche Gegebenheiten anpasst. Dafür bietet der One-Stop-Supplier neben der Hardware auch Leistungen an, die für die Einrichtung moderner, sicherer Videoüberwachungs-Systeme grundlegend sind: diese reichen von der Konzeption und Projektierung über die Dokumentation, Anwenderschulungen bis hin zu Factory und Site Acceptance Tests (FAT beziehungsweise SAT) sowie der Inbetriebnahme der Überwachungssysteme.

IP-Thermalkameras erkennen Gefahren und vermeiden Fehlalarme

Temperaturmessung mit Thermalkamera

Für hohe Sicherheit und rechtzeitige Warnmeldung bietet R. Stahl Thermalkameras mit pixelgenauer Temperaturmessung. R. Stahl

Um bei der Containerüberwachung in explosionsgefährdeten Bereichen eine zuverlässige Detektion von Gefahrenquellen zu ermöglichen und zugleich kostenintensive Fehlalarme zu vermeiden, integrieren explosionsgeschützte IP-Thermalkameras von R. Stahl eine getrennte Erkennung von Flammenbewegung und Temperatur. Durch diese Funktion können die intelligenten Kameras unterscheiden, ob es sich „nur“ um eine Flammenbewegung handelt oder ob auch die Temperatur über das vorgegebene Limit steigt. Da herkömmliche Überwachungssysteme diese Funktionalität nicht haben, muss die Feuerwehr bei einem Vorfall in jedem Fall ausrücken, um vor Ort den Ernst der Lage einzuschätzen.

Pixelgenaue Gefahrenanalyse auf bis zu bis zu 650 m2

Das von R. Stahl in den Kameras der Serie EC-840S-TIC verwendete Messmodul unterscheidet in der Videoaufnahme pixelgenau die verschiedenen Temperaturen. Erst bei Überschreitung vordefinierter Temperaturwerte wird der programmierte Alarmablauf ausgelöst. Die Brand- und Warnmeldungen erhöhen die Überwachungssicherheit für explosionsgefährdete Bereiche – bei einer deutlichen Reduzierung von Fehlalarmen und den damit verbundenen Kosten. Darüber hinaus sind CCTV-Systeme mit Thermalkameras in der Lage, mit entsprechenden Wärmebildern sehr weiträumige Areale zu überwachen: abhängig vom Typ der Thermalkamera lassen sich Bereiche bis zu 650 m2 überblicken.

Die explosionsgeschützte CCTV-Kamera EC-940-AFZ im Video

Gesamtkonzept ist ausschlaggebend

Thermalkamera

Die Thermalkamera eignet sich in der Containerüberwachung der Ex-Zonen 1, 2, 21, 22. R. Stahl

Doch auch moderne Wärmebildkameras können alleine noch keine ausreichende Brandverhinderung gewährleisten. Erst das Zusammenspiel von explosionsgeschützten Kameras, gegebenenfalls industriellen Kameras und entsprechender Software stellen ein ausreichendes Maß an Prävention sicher. Beispielsweise werden in Chemie- und Pharmazieunternehmen Rohrleitungen, Transportwege sowie Be- und Entladestationen mit schnell schwenkbaren PTZ-Kameras (Pan/Tilt/Zoom) von R. Stahl kontrolliert. Diese Ausführungen fahren alle Überwachungspunkte ab, die im Wächterrundgang festgelegt sind und können ausgewählte Orte in 0,2 s fokussieren. Werden bei den virtuellen Wächterrundgängen Bereiche erfasst, die für die Öffentlichkeit verborgen bleiben sollen, lassen sich diese mittels der „Dynamic Masking“-Funktion schwärzen. Dieses Unkenntlichmachen funktioniert dynamisch, sodass die festgelegten Bereiche unabhängig von den Dreh- und Fokussierbewegungen der Kamera stets geschwärzt bleiben. Aufgrund ihres großen Funktionsumfangs einschließlich der punktgenauen 360°-Drehung, der schellen präzisen Fokussierung sowie der hohen Bildqualität und elektronischen Bildstabilisierung eignen sich PTZ-Kameras für zahlreichen Anwendungen.

Auch um die Ecke gucken

In chemischen oder pharmazeutischen Anlagen gibt es viele Bereiche, die von Weitem schlecht einsehbar sind. In diesen Fällen eignen sich AFZ-Kameras (Autofocus/Zoom) für die Raumüberwachung. Zur vollständigen Sicht-Abdeckung auch verstellter Zonen, empfiehlt sich eine fokusangrenzende Positionierung mehrerer Kameras, sodass jede Kamera eine Teilfunktion übernimmt und die Kameras in Summe ein vollständiges Gesamtbild der Örtlichkeiten liefern. Zur kontinuierlichen 24/7-Überwachung auch unter extremen Bedingungen sind die AFZ-Modelle – wie viele Kameras von R. Stahl – für den Temperaturbereich von -55 bis 65 °C ausgelegt. Die nahezu für den weltweiten Einsatz zertifizierten Geräte widerstehen nicht nur starken Temperaturschwankungen, sondern auch Salznebel und Vibrationen.

Schauglas-Kameras gewähren einen Blick ins Innere

Zur Behälter-Überwachung durch Schaugläser bietet der Hersteller spezielle Schauglas-Kameras, die sich genau auf das Schauglas aufsetzen lassen und mit ihrer hohen Lichtempfindlichkeit die inneren Vorgänge in lichtstarken, eindeutigen Bildern zeigen. Kommt es im Prozess beispielsweise zum Aufschäumen des Mediums, gestattet die Bildübertragung direkt in den Kontrollraum ein viel schnelleres Einleiten entsprechender Gegenmaßnahmen, als dies bei Wächterrundgängen möglich wäre.

Allsehendes Auge für Außenbereiche

Für die weiträumige 360°-Kontrolle explosionsgefährdeter Außenbereiche und kompletter Anlagenteile hat R. Stahl die Dome-Kamera der Baureihe EC-750 entwickelt. Ihr staubdichtes und tauchfähiges Edelstahl-Gehäuse eignet sich mit Schutzart IP68 zum Einsatz in rauen Umgebungen. Unter dem transparenten Dome-Fenster ermöglicht der Schwenk- und Neigekopf mit 18- oder 40-fachem optischen Zoom auch Nahaufnahmen und die Vergrößerung auffälliger beziehungsweise gefahrenträchtiger Orte. Ebenso lassen sich nicht zugelassene Mitarbeiter oder falsch abgestellte Waren sofort erkennen, um frühzeitig zu reagieren. Alle Informationen laufen in einer Videomanagement-Software wie Cayuga zusammen, die durch ihren Funktionsumfang professionelle Überwachungslösungen ermöglicht. Die modular erweiterbare Softwarelösung gestattet die Abbildung der branchenspezifischen Komplexitäten: Leistungsfähige Konzepte für die Alarmverwaltung gehören ebenso zum Standard wie einfach bedienbare Videoplayer, Konfigurationsassistenten und Analytics Interface zur Einbindung weiterer Analysesoftware. Ebenso können Drittsysteme für das Physical Security Information Management, Zutrittskontrollen sowie Einbruch- und Brandmeldeanlagen integriert werden.