Windows XP ist in Deutsch und 14 weiteren Sprachversionen verfügbar, darunter Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch und Koreanisch. Insgesamt wird die Softwarelösung in 24 Sprachversionen ausgeliefert. Das Betriebssystem führt die Linien von Windows 9x/Me und Windows NT/2000 zusammen. Hinzu kommen Funktionen wie Remoteunterstützung und erweiterte Netzeigenschaften. Generell profitieren Unternehmen von Detailverbesserungen, ohne bei einer Migration von Windows 2000 zu Windows XP allzu starken Änderungen ihrer DV-Umgebung unterworfen zu sein. Umgekehrt müssen Privatanwender nichts von dem missen, was ihnen unter Windows 9x/Me lieb und teuer ist. Dies gilt insbesondere für die Integration von Medien wie z. B. Scannern, digitalen Kameras und Videorecordern.


In Punkto .NET ist das Betriebssystem bereits gerüstet: Es wartet mit der Laufzeitumgebung von .NET auf. So fungiert ein Rechner mit diesem System bei Bedarf als .NET-Zentrale. Zudem agiert die Lösung als Mittler zwischen Komponenten wie Web-Diensten, Web-Media und Offline-Geräten. Neu sind ferner Funktionen wie Videokommunikation und PC-to-Phone-Unterstützung. Das Betriebssystem fußt weitgehend auf Windows 2000 und baut auf dessen Stabilität und Robustheit auf. In Ergänzung dazu erlauben Kompatibilitätsmodi auch den Einsatz älterer Software und schützen so vorhandene Investitionen.


Versionskonflikte von Systembibliotheken (Dynamic Link Libraries, DLLs) lassen sich sofern erforderlich durch das parallele Laden verschiedener DLL-Versionen eliminieren. Das allen Windows XP Varianten gemeinsame Treibermodell stellt sicher, dass binnen kurzer Frist eine breite Palette an Gerätetreibern zur Verfügung stehen wird. Nicht nur die „inneren“ Werte wurden überarbeitet, die Benutzeroberfläche erhielt ebenfalls einen Feinschliff. Der Windows XP Desktop ist übersichtlicher und aufgeräumter als eine Windows 2000 oder Windows Me Oberfläche. Die Benutzeroberfläche verfolgt das Ziel, den Anwender bei seinen täglichen Arbeiten besser zu unterstützen.


Einsatz im Unternehmen


Neben der Stabilität sind für den Einsatz als Unternehmens-Client vor allem die Administration, Wartung und der Support entscheidend. In dieser Hinsicht wartet Windows XP mit erweiterten Gruppenrichtlinien auf, die das Umsetzen von Unternehmensstandards erleichtern. Des weiteren entlasten Eigenschaften wie Multinetwork Support, Network Autodetection sowie der Credential Manager (zum sicheren Speichern und Übertragen von Netzkennungen und -passwörtern) gleichermaßen Systemadministratoren und Anwender. Nicht zuletzt unterstützt Windows XP bereits Funknetze (Wireless LAN) inklusive Autokonfiguration und WLAN Network Roaming und gestattet so eine erhöhte Mobilität von Anwendern mit Notebooks innerhalb der Bürogebäude.


Wer von außerhalb (etwa über einen Dial-In-Server) auf Anwendungen seines Firmen PC zugreifen will, hat diese Möglichkeit dank des Remote Desktop. Analog dazu ist im Notfall der hausinterne Support in der Lage, einem Anwender via Remoteunterstützung zu helfen und ggf. eine Fehlerdiagnose und -behebung durchzuführen. Zum Beispiel lässt sich die Installation eines falschen Treiber mittels des Driver Rollback rasch wieder rückgängig machen. Die Migration von Windows 2000 zu Windows XP bereitet aufgrund einer nahezu identischen Management-Strategie kaum Probleme, auch eine heterogene Mischung von Windows 2000 und XP-Clients ist möglich. Insofern lassen sich Roll-Out-Planungen von Windows 2000 relativ leicht für Windows XP adaptieren.


Sofern gewünscht lässt sich der Windows XP Desktop mit dem Look & Feel von Windows 2000 konfigurieren, um so Support- und Schulungsaufwände zu minimieren. In bezug auf Hardware unterstützt Windows XP Professional unter anderem Multiprozessor-PC, den Intel 64-Bit Itanium-Prozessor sowie das Ansteuern mehrerer Monitore. Für die Windows Versionen Windows 3.x und Windows 95 besteht keine Upgrade-Möglichkeit. Anwender von Windows 98, Windows 98 Zweite Ausgabe und Windows Me können auf Windows XP Home Edition oder Windows XP Professional upgraden. Nutzer von Windows NT 4.0 und Windows 2000 Professional können lediglich auf Windows XP Professional updaten, nicht aber auf Windows XP Home Edition.


Systemvoraussetzungen:



  • PC mit Intel Pentium oder Celeron bzw. AMD K6, Athlon oder Duron Prozessor mit 300 MHz; Die Professional-Variante unterstützt zwei Prozessoren

  • 128 MB RAM Arbeitsspeicher oder höher

  • 1,5 GB verfügbarer Festplattenspeicher

  • Super-VGA-Monitor (800 x 600) bzw. Monitor oder Videoadapter mit höherer Auflösung

  • CD-ROM- oder DVD-Laufwerk

  • Tastatur und Microsoft Mouse oder kompatibles Zeigegerät