Zu einem eigenständigen WLAN-Modul gehören neben dem WLAN-SoC das Funk-Frontend mit Transmitter und HF-Verstärker sowie eine Frequenzreferenz und die Stromversorgung.

Zu einem eigenständigen WLAN-Modul gehören neben dem WLAN-SoC das Funk-Frontend mit Transmitter und HF-Verstärker sowie eine Frequenzreferenz und die Stromversorgung.

„Beim Vernetzen von High-End-Medizingeräten ist es nur logisch, das IP-basierte WLAN nach IEEE 802.11 wenigstens in Betracht zu ziehen“, stellt Narasimhan Venkatesh fest, seines Zeichens Vice President bei Redpine Signals. Speziell der 802.11n-Standard bietet der Medizinbranche neue Möglichkeiten und leistet mehr als eine Menge proprietärer Techniken zusammengenommen. Die Connnectivity kann generell an vielen Stellen in ein Embedded-Design eingeführt werden, etwa als serieller Link. Venkatesh sieht klare Vorteile beim Einsatz von WLAN-Modulen, die serielle Daten in IP-Pakete kapseln und per Wi-Fi senden. Dabei hat 802.11n gegenüber den Vorgängern 802.11b und 802.11g die höhere Datenrate. Auch wenn Medizingeräte diese hohen Datenraten gar nicht brauchen: Wenn in einem Krankenhaus viele Geräte gleichzeitig kommunizieren, bietet das schnellere Netz wesentlich mehr Reserven. Außerdem geht 802.11n wesentlich effizienter mit dem verfügbaren Frequenzspektrum um, was vielen Entwicklern gar nicht bewusst ist. Kommen aber alte und neue Standards gleichzeitig zum Einsatz, dann müssen andere 802.11n-Knoten Schutzmechanismen einsetzen, die die Gesamtkapazität des Netzes um mindestens 30 Prozent senkt.

Es gibt viele Methoden, um WLAN einzudesignen. „Mit Abstand am einfachsten zu verwenden sind abgeschlossene WLAN-Module“, erklärt Narasimhan Venkatesh. Denn diese Module sind zertifiziert, optimiert und geschirmt, so dass sie die um­gebende Schaltung nicht stören. Redpine bietet mit der Connect-io-n-Serie entsprechende Geräte an (Vertrieb: Ineltek). Die Module begnügen sich mit einer einzigen Versorgungsspannung und kommunizieren per SPI oder UART mit dem Host-Mikrocontroller, für besonders schnelle Übertragung auch SDIO. Die Module beherrschen alle relevanten Protokolle. Mit so genannten „Find-iT“-Tags sind Gegenstände sogar per WLAN im Gebäude ortbar. (lei)