PACT Corporation und 4SC AG haben ein Pilotprojekt für die Entwicklung neuer Medikamente erfolgreich abgeschlossen. Dabei konnte die von PACT entwickelte XPU-Technik ihre enorme Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen: Die XPU-Prozessorarchitektur mit massiver Parallelverarbeitung lässt Geschwindigkeiten von mehr als 51 Milliarden Befehlen pro Sekunde zu.


Dieses Ergebnis könnte eine signifikante Beschleunigung für die Entwicklung neuer Medikamente bedeuten. Weitere Applikationen für diese Hochleistungsprozessoren sind die Tele- und Datenkommunikation sowie Simulationen. Die direkte, physikalische Abbildung der jeweils benötigten Algorithmen auf die Hardware des Prozessors ermöglicht seine hohe Rechenleistung. Im Gegensatz zu klassischen Prozessoren und DSPs arbeiten alle auf dem Chip integrierten Rechenwerke parallel und zeitgleich. Da diese Architektur keinerlei zusätzlichen Overhead für den Befehlsfluss und auch keine Befehls-Caches erfordert, kann ein weit größerer Teil der zur Verfügung stehenden Siliziumfläche für die Ausführung der Rechnungen verwendet werden als in herkömmlichen Prozessorarchitekturen.


Die neue Prozessor-Architektur zielt auf typische Co-Prozessoranwendungen in Applikationen ab, die hohe Verarbeitungsleistungen erfordern. Auf Basis von Algorithmen zur Simulation des biologischen Verhaltens bestimmter Substanzen und einer umfassenden Moleküldatenbank ermöglicht die innovative VHTS-Technologie von 4SC eine schnelle Identifizierung erfolgsversprechender Leitsubstanzen gegen verschiedene Krankheiten. Eine Pilotstudie beider Unternehmen ergab, dass – verglichen mit traditionellen Computersystemen – die Kombination von PACTs Supercomputing-Kapazitäten mit bestimmten Programmbestandteilen der VHTS-Technologie zu einer Beschleunigung um mehr als einer Größenordnung führt.