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Dort wo bei den MSOs der Aux-Hilfseingang ist, wurde von Tektronix bei den MDOs der Spektrumanalysatorkanal eingebaut.
Überblick über die vier MDO-Modelle und ihre Eckdaten
Emanuela Speranza ist seit April 2011 Commercial Vice President für die EMEA-Region von Tektronix.
Die neue MDO-Oszilloskop-Serie hat 4 analoge, 16 digitale und einen Spektrumanalyatorkanal

Die neue MDO-Oszilloskop-Serie hat 4 analoge, 16 digitale und einen SpektrumanalyatorkanalTektronix

Es war nur eine Frage der Zeit. Tektronix hat seine Mixed-Signal-Oszilloskope der Serie MSO4000B „aufgeschraubt“, den Aux-Eingang entfernt und dafür einen Spektrumanalysator eingebaut. Um die Integration von Zeit- und Frequenzbereich in einem einzigen Gerät zu meistern, wurden im Lauf der Entwicklung 26 Patente angemeldet. Herausgekommen ist das weltweit erste Mixed-Domain-Oszilloskop (MDO). Die Geräte der MDO-Serie 4000 bieten die Möglichkeit, zeitkorrelierte 4 analoge und 16 digitale Kanäle sowie ein HF-Signal zu erfassen und damit ein Bild vom dem gesamten System zu erhalten. Der HF-Eingangsfrequenzbereich erstreckt sich auf bis zu maximal 6 GHz und bietet mit einer Erfassungsbandbreite von mehr als 1 GHz bei allen Mittenfrequenzen eine hundert Mal größere Bandbreite als herkömmliche Spektrumanalysatoren. Auf einem Display werden bis zu 4 dekodierte serielle und/oder parallele Busse gleichzeitig dargestellt. Aufgrund dieser zeitlichen Korrelation zwischen den Bereichen kann man exakte Timing-Messungen vornehmen, um Verzögerungen und Wartezeiten zwischen Befehls-/Steuerereignissen im Entwurf sowie Änderungen im HF-Spektrum zu verstehen.

Der Clou bei den MDO-Oszilloskopen ist die zeitkorrelierte Darstellung der Signale

Der Clou bei den MDO-Oszilloskopen ist die zeitkorrelierte Darstellung der SignaleTektronix

Zum Beispiel, erweist sich nun die Anzeige des Spektrums eines Einschaltvorgangs einer PLL oder eines VCOs oder die Messung von Übergangseigenschaften eines Frequency-Hopping-Signals als eine einfache Aufgabe. Das Aufspüren der Quelle intermittierender, vom Gerätezustand abhängiger EMI-Störungen ist zudem so einfach wie nie zuvor – dank der Fähigkeit des MDO4000s, eine vollständige zeitkorrelierte Systemansicht in beiden Bereichen bereitzustellen – was mit der bisherigen Testausrüstung von heute einfach nicht möglich ist.

Außerdem ermöglicht das MDO4000 den Entwicklern zum ersten Mal das HF-Spektrum eines Signals zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb eines langen Erfassungszeitraums anzuzeigen, um die Veränderung des Spektrums über die Zeit oder mit dem Gerätezustand darzustellen. Eine einfache Verschiebung des einzigartigen und zum Patent angemeldeten „Spectrum Time“ entlang dem Zeiterfassungsbereich erlaubt den Entwicklern das HF-Spektrum für jeden beliebigen Erfassungspunkt zu sehen, wobei die analogen, digitalen und/oder dekodierten Busse simultan und zum gleichen Zeitpunkt dargestellt werden.

Die MDOs sind zu Preisen ab 15.300 € weltweit erhältlich.