Der Anteil an Hybridgetrieben soll sich laut Studien in den kommenden Jahren von derzeit fünf auf dann 50 Prozent erhöhen. ZF stellt sich dafür mit einem über drei Milliarden Euro umfassenden Investitionsprogramm für die Weiterentwicklung der Produkte auf. In Saarbrücken, dem Leitstandort für Getriebetechnik, will der Automobilzulieferer in den nächsten vier Jahren rund 800 Millionen Euro investieren – in Produktionsanlagen und -systeme, die Infrastruktur sowie in sein Lieferantennetzwerk.

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Am Standort Saarbrücken werden 8-Gang-Hybridgetriebe für Pkw gefertigt. ZF Friedrichshafen

Wenn die aktuell prognostizierte Entwicklung hin zu einer reinen Elektromobilität so mit der erwarteten Geschwindigkeit fortschreitet, rechnet des Unternehmen allerdings mit abnehmender Nachfrage und sinkenden Mitarbeiterzahlen im Werk Saarbrücken. „Diesen Wandel gilt es zu gestalten und zu moderieren“, sagt Stephan von Schuckmann, Leiter der Division Pkw-Antriebstechnik. „Die Tatsache, dass diese Effekte erst in einigen Jahren eintreten werden, gibt uns die Chance, uns bereits heute darauf vorzubereiten.“

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hat der Automobilzulieferer in Saarbrücken unterschiedliche Maßnahmen an den Start gebracht, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Werks erhöhen sollen. Dazu zählen beispielsweise Industrie-4.0 und KI-Projekte.