Peter Cherry, bislang Inhaber der Cherry Corporation, verkauft sein Unternehmen an die ZF Friedrichshafen AG.

Peter Cherry, bislang Inhaber der Cherry Corporation, verkauft sein Unternehmen an die ZF Friedrichshafen AG.

Cherry entwickelt und produziert unter anderem Schaltsysteme, Sensorik und Steuerungen für die Automobilindustrie. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 3.100 Mitarbeiter, die Hälfte davon in Deutschland mit dem Hauptsitz in Auerbach zwischen Nürnberg und Bayreuth. In Nordamerika sind rund 900 Mitarbeiter beschäftigt, in Asien 250, in Osteuropa rund 400. Sämtliche Produktionsstandorte von Cherry in Deutschland, Tschechien, Mexiko, Hongkong, China und Indien gehen an ZF.
Der Gesamtumsatz betrug 2007 etwa 400 Millionen US-$; 65 Prozent davon wurden in Europa erwirtschaftet. Zum Kundenkreis der Cherry Corporation zählen neben ZF zahlreiche Systemlieferanten wie Autoliv, Valeo, Lear, Kiekert oder Continental.
 „Mit ZF Electronics schärfen wir unser Kompetenzprofil im Bereich Mechatronik und Elektronik“, betont ZF-Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Härter. „Gerade für unsere zukünftigen Aufgaben in der Antriebs- und Fahrwerktechnik können wir Cherrys Know-how gut einsetzen.“

Peter Cherry, Inhaber des Unternehmens, kommentiert den Verkauf folgendermaßen: „Diese Transaktion ist von großem strategischen Wert, denn Cherry kann damit das bisherige Kundenportfolio erweitern. ZF wird für das weitere Wachstum aller Produktsegmente von Cherry substanzielle Ressourcen einbringen können. Natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten, Technologien von Cherry in die umfassende Produktpalette von ZF einfließen zu lassen“.

Cherry wurde 1953 gegründet und entwickelt und produziert Schalter, Sensorik, Steuerungen und Elektronik-Module für die Automobilindustrie, Komponenten für Industrie- und Haushalts-anwendungen sowie Computer-Eingabegeräte. Das umfangreiche Know-how von Cherry bei Elektronik, Software, Mechanik und Kunststofftechnik fließt beispielsweise in Mechatronik-Module, Sensor-Baugruppen, Bedienschalter, Wählhebel-Module und Keyless-Entry-Elektronik ein.

Die Innovation und Leistungsfähigkeit der beiden deutschen Standorte Auerbach und Bayreuth wurde mit dem Preis „Beste Fabrik des Jahres 2005“, Ende 2006 mit dem „Automotive Lean Award“ und 2008 mit dem „Bayerischen Qualitätspreis“ ausgezeichnet. (av)