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Umsatzentwicklung der deutschen Elektroindustrie 2016 bis 2020 ZVEI

Die Elektroindustrie musste hierzulande im vergangenen Jahr bei allen wichtigen Kennziffern Verluste hinnehmen. Der Umsatz ging auf 180 Milliarden Euro zurück – das Niveau von 2016. „Dennoch hat sich die Elektroindustrie etwas besser geschlagen als manch andere Branche des verarbeitenden Gewerbes“, bewertete ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel die Lage. Die Zahl der Beschäftigten verminderte sich moderat um 1 % auf 873.000. Zuletzt war noch jeder Achte in Kurzarbeit.

Für 2021 erwartet der ZVEI bei der Produktion ein Plus von 5 %. Damit würden etwa zwei Drittel der Verluste aus dem vergangenen Jahr aufgeholt. Eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau erwartet der Verband im Laufe des Jahres 2022. Diese Prognosen unterliegen allerdings hohen Unsicherheiten. Hierzu gehört auch die Frage, wie lange der aktuelle Lockdown andauern wird oder ob er sogar erneut verschärft wird.

Kegel in Richtung Politik: „Kein harter Lockdown“

Exportentwicklung der deutschen Elektroindustrie 2016 bis 2020 ZVEI

Exportentwicklung der deutschen Elektroindustrie 2016 bis 2020 ZVEI

Kegel appellierte an die Politik: „Ein harter Lockdown der Industrie muss vermieden werden. Nicht Härte, sondern differenzierte Schutzmaßnahmen entscheiden über die erfolgreiche Pandemie-Bekämpfung.“

Die Exporte der Elektroindustrie nach Europa sind im Zeitraum von Januar bis November 2020 um 6,5 % auf rund 118 Milliarden Euro zurückgegangen. In die Eurozone sanken sie sogar um 8,4 % auf knapp 58 Milliarden Euro. „Wir warnen davor, die Diskussion über Grenzschließungen in Europa fortzuführen“, erklärte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Der grenzüberschreitende Warenverkehr sei kein wesentlicher Faktor im Pandemiegeschehen und müsse aufrechterhalten bleiben. „Anderenfalls droht Europa erneut ein massiver wirtschaftlicher Einbruch“, betonte Weber.