Der europäische Markt für Mikroelektronik betrug 2018 rund 43 Milliarden US-Dollar.

Die weltweite Halbleiterproduktion 2013, 2018 und 2023

Die weltweite Halbleiterproduktion 2013, 2018 und 2023: Neue Kapazitäten werden laut ZVEI überwiegend in Asien (China, Taiwan und Südkorea) aufgebaut. China wird im Jahr 2023 vor Südkorea und Taiwan die höchste Fertigungskapazität haben. Europa und Amerika verlieren weiterhin Anteile. Obwohl japanische Firmen neue Fabriken ausschließlich im eigenen Land planen, wird Japan bezüglich seiner Kapazität auf Rang 4 zurückfallen. Insgesamt wird weltweit zwischen 2018 und 2023 mit einem Wachstum der Produktionskapazität von 5 Prozent pro Jahr gerechnet. ZVEI

Dabei handelt es sich um ein mittleres jährliches Wachstum zwischen 2013 und 2018 von 4,3 Prozent. Das sagte Sven Baumann, ZVEI-Experte für Mikroelektronik, Sensorik und Aktorik, anlässlich der Veröffentlichung der ZVEI-Mikroelektronik-Trendanalyse. Unverändert legten die Europäer ihren Fokus auf die Wachstumsfelder Automobil- und Industrieelektronik und seien beim Einsatz von Halbleitern für Automobilelektronik zudem in einer weltweiten Führungsposition.

Der ZVEI-Mikroelektronik-Trendanalyse 2018 zufolge lassen beide Bereiche in den kommenden fünf Jahren weiter hohe Zuwächse erwarten. Abnehmer sind insbesondere die Hersteller von Automobilelektronik und die Unternehmen der Automation.

Zu den Treibern zählen Industrie 4.0 und das Internet of Things sowie immer mehr Fahrerassistenzsysteme und die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität. Der Wert der Mikroelektronik pro Kraftfahrzeug wachse im weltweiten Mittel bis zum Jahr 2023 auf 685 US-Dollar an, sagte Baumann. Dabei handele es sich um den fünffachen Wert von 1998.

„Es ist wichtig, weiterhin die Spitzenforschung in Europa zu fördern. Um unter anderem die Automation der Produktion voranzutreiben, sind Programme wie ‚Horizon Europe‘ oder öffentlich-private Partnerschaften wie ‚Ecsel‘ unverzichtbar“, forderte Baumann.

„Im Jahr 2018 hat der weltweite Mikroelektronikmarkt auf 469 Milliarden US-Dollar zugelegt, was einem mittleren jährlichen Wachstum zwischen 2013 und 2018 von 8,9 Prozent entspricht“, berichtete Baumann. Umsatztreiber sei vor allem die extreme Zunahme von Speicherchips gewesen.