Umfrageergebnisse zum Geschäftsklima in der Elektroindustrie: Im Januar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als im Dezember, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an.

Umfrageergebnisse zum Geschäftsklima in der Elektroindustrie: Im Januar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als im Dezember, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an. ZVEI

„Der Rekord-Branchenumsatz von 182 Milliarden Euro von 2008 sollte Ende dieses Jahres endlich wieder erreicht sein“, prognostizierte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung.

11-Monatszahlen 2016

Trotz eines politisch turbulenten Jahres mit überraschenden Wahlausgängen wie Brexit-Votum und US-Wahl sowie zahlreichen geopolitischen Krisen wuchs die Produktion der Elektroindustrie von Januar bis November 2016 um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz – der auch Dienstleistungen und Software umfasst sowie vor allem auch Währungseinflüssen unterliegt – nahm deutlich geringer, um 0,3 % auf 162,3 Milliarden Euro zu. Der Jahresumsatz 2016 sollte sich somit auf 179 Milliarden Euro belaufen.

Stark zeigte sich erneut der Export: Von Januar bis November 2016 nahmen die gesamten Branchenausfuhren, einschließlich Re-Exporten, um 4,0 % gegenüber Vorjahr auf 166,5 Milliarden Euro zu. Damit steht die Elektroindustrie weiterhin für ein Siebtel aller deutschen Ausfuhren. Zwei Drittel aller Branchenausfuhren (103,3 Milliarden Euro, +5 %) gingen nach Europa abgesetzt. Nach einzelnen Ländern berechnet belegten die USA Platz 1 (14,8 Milliarden Euro) und China Platz 2 (14,7 Milliarden Euro).

Dezember-Zahlen und Jahreszahlen 2016

Nach mehreren flauen Monaten hat die deutsche Elektroindustrie im Dezember 2016 wieder 2,7 % mehr Bestellungen erhalten als im Vorjahresmonat. Während die Inlandsaufträge um 4,2 % fielen, stiegen die Auslandsaufträge kräftig um 8,6 %. Kunden aus der Eurozone steigerten ihre Orders um 20,3 % und damit deutlich stärker als Kunden aus Drittländern, die 2,6 % mehr bestellten.

Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2016 um 3,5 % unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. Im Gesamtjahr 2016 wuchs die Branchenproduktion somit um 1,0 %.

Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2016 um 3,5 % unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. Im Gesamtjahr 2016 wuchs die Branchenproduktion somit um 1,0 %. ZVEI

„Im gesamten Jahr 2016 blieben die Auftragseingänge 1,0 % hinter ihrem Vorjahreswert zurück“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann und ergänzte: „Letzterer hatte allerdings auch in hohem Maße von Großaufträgen profitiert.“ Die kumulierten Bestellungen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland lagen im vergangenen Jahr jeweils 1,0 % unter denen im Jahr 2015. Aus dem Euroraum gingen 2016 1,0 % mehr und aus Drittländern 2,2 % weniger Bestellungen ein als im Jahr davor.

Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2016 um 3,5 % unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. „Somit wuchs der Branchen-Output im gesamten Jahr 2016 um 1,0 %“, so Gontermann.

Nach dem leichten Zuwachs im November haben die Erlöse der heimischen Elektrofirmen im Dezember 2016 um 1,8 % gegenüber Vorjahresmonat auf 16,0 Milliarden Euro nachgegeben. Der Inlandsumsatz betrug 7,7 Milliarden Euro (-0,5 %), der Auslandsumsatz 8,3 Milliarden Euro (-2,9 %).

Im gesamten vergangenen Jahr konnten die Branchenerlöse um 400 Millionen auf 178,6 Milliarden Euro zulegen. Der Inlandsumsatz belief sich auf 87,0 Milliarden Euro (+0,3 %) und der Auslandsumsatz auf 91,6 Milliarden Euro (+0,1 %).