Andreas Mangler von Rutronik präsentiert auf der Embedded World ein Messsystem für Li-Ionen-Batterien, das Impedanzspektroskopie nutzt.

Andreas Mangler von Rutronik präsentiert auf der Embedded World ein Messsystem für Li-Ionen-Batterien, das Impedanzspektroskopie nutzt. Alfred Vollmer

In Kooperation mit der TU Chemnitz und der Professur Mess- und Sensortechnik zeigt Rutronik anhand eines embedded Impedanzmesssystems für ein 12V Li-Ionen-Batteriestack neue Forschungsergebnisse im Bereich der Impedanzmessung auf Basis der Impedanzspektroskopie. Die Methode ermöglicht nach Angaben des Unternehmens eine deutlich exaktere Analyse und Diagnose von Batteriesystemen als aktuell genutzte Verfahren.

Damit lässt sich der Zustand von Batterien feststellen und zum Beispiel ihr RUL (remaining useful life) oder ihr State-of-Health (SoH) verlässlich vorhersagen. Dies macht das Verfahren besonders für mobile Systeme interessant, vor allem für die Elektromobilität, professionelle Werkzeuge, mobile Roboter, aber auch für medizinische Geräte. Knackpunkt auch: Das bei den Messungen verwendete Board kostet weniger als100 Euro; bisher lagen die Kosten für vergleichbare Messgeräte bei 10.000 Euro.

Derzeit kommt die Impedanzspektroskopie noch ausschließlich unter Laborbedingungen zum Einsatz. Die TU Chemnitz und die Professur Mess- und Sensortechnik in Zusammenarbeit mit Rutronik zeigen mit dem Demonstrator die Industrialisierbarkeit des Verfahrens.