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Die SPS im Klemmenformat eignet sich vor allem für das autarke Automatisieren von Teileinheiten.
Über Ethernet lassen sich Terminals zur Visualisierung einfach an den Controller anbinden.

Berghof hat den neuen Ethernet-Controller EC 1000 im Gehäuse einer I/O-Klemme untergebracht. Der Controller ragt mit seinen 25 mm Breite nur optisch durch seine Anschlüsse als SPS heraus. I/Os lassen sich hier direkt anschließen – nicht nur Ethernet. Aber das Merkmal des Produkts besteht nicht nur in Sachen Ethernet und Baugröße, sondern vor allem in der hohen Flexibilität. Bewährte Schnittstellen wie CAN Bus werden durch moderne wie Ethercat erweitert. Die Visualisierung ist per Codesys bereits eingebaut und falls erforderlich wird einfach ein Ethernet-Terminal angesteckt. Per Softwareoption sind wichtige Automatisierungsprotokolle erhältlich und der Anwender kann zwischen den Codesys Versionen 2.3 oder 3.4 wählen. Er kann also entweder Bewährtes nutzen oder von den Vorteilen neuester Softwaretechnologie profitieren.

Auch der Trend zur einfachen Verdrahtung in einer Linientopologie wurde berücksichtigt. Ethercat ist beispielsweise einfach zu verdrahten. Aber es wurde auch die Anbindung an Leitsysteme und die Integration ins Maschinen- und Fabriknetz berücksichtigt – insgesamt eine kostensparende Systemtopologie. Das zeigt sich bis zu den I/O-Modulen. Auch hier sind Funktionen zusammengefasst. So ist zum Beispiel das Erfassen von Encodersignalen direkt mit analogen Ausgängen verknüpft.

Visualisierung inside

An die Ethernet-SPS lassen sich Terminals einfach per Ethernet anschließen, und zwar im Sinne eines Ultra Thin Clients. Denn alle Anwendungs-Programme sind in die Steuerung integriert. Dieses Prinzip der ‚Server based SPS-Visualisation’ kommt dem Trend zum abgespeckten Terminal entgegen, das praktisch nur aus einem Prozessor mit Speicher, Grafikinterface, den Anschlüssen für den Screen und der Tastatur besteht. Die Ethernet-Terminals, wie das Berghof Ethernet-Terminal, dienen lediglich als Verlängerung für die Ein- und Ausgabe, wobei die SPS für andere Ethernet-fähige Terminals offen ist. Dieses Terminal-Server-Konzept via Ethernet bietet effektive Möglichkeiten, Software zentral vorzuhalten. Sämtliche Visualisierungs-Masken sind Bestandteil des SPS-Programms, die Ethernet-Terminals greifen lediglich auf die Visualisierung zu und kommen daher ohne zweites Tool oder Variablen-Listen aus. Im besten Fall läuft auch noch alles auf einer gemeinsamen Plattform wie Codesys. Im Detail handelt es sich dann um ein intelligentes Grafikinterface zur Live-Anzeige der Codesys-Target-Visualisierung. Die Visualisierungsdaten werden per Ethernet von der Codesys-Steuerung übertragen.

Standardfunktionen aus der PC-Welt, zum Beispiel das Aufzeichnen, Speichern, Auswerten und die grafische Darstellung von Daten sind jederzeit verfügbar und lassen sich als Datei zur Auswertung abspeichern, zum Beispiel für MS-Office Programme im CSV-Format. Das erfolgt entweder über das IP-Netzwerk und FTP-Protokoll, per Web-Interface oder einfach über den integrierten USB-Port oder eine SD-Karte.

Kommunikationsprotokolle per Softwarebibliothek

Ein Vorteil der Ethernet-Verkabelung liegt im durchgängigen Zugang zur Industrie- und Gebäudeautomation per Kommunikationsprotokoll. In der Ethernet-SPS sind die beiden wichtigsten Vertreter verfügbar: Für das industrielle Umfeld gibt es eine Profinet-Device-Implementierung und den Zugang zur Gebäudeautomation übernimmt Bacnet. Die beiden Protokolle basieren auf bewährten IT-Standards. Da die Steuerung uneingeschränkt TCP/IP unterstützt, ist für den Zugriff auf den unternehmensweiten Datentransfer über alle Ebenen hinweg gesorgt.

SPS/IPC/Drives 2011
Ha
lle 6, Stand 351