Bisher war das Unternehmen „nur“ dafür bekannt, dass es seine konfigurierbare Prozessor-IP zur Integration in SoCs verkauft, aber im Rahmen des Spring Processor Forums kündigte ARC eine Erweiterung der Tätigkeit Richtung EDA an (auch wenn ARC es anders formulierte), indem ARC und Toshiba eine strategische Zusammenarbeit begonnen haben, die darauf abzielt, die Verbreitung der konfigurierbaren Prozessor-Technologie zu erhöhen.


Um Rahmen der Kooperation hat Toshiba eine Mehrjahres-Lizenz von ARCs Prozessor-Konfigurations-Software ARChitect erworben. Es handelt sich dabei um ein umfangreiches Design-Tool-Paket mit den zugehörigen Ressourcen, das mit einer grafischen Anwenderoberfläche nach dem Drag-and-Drop-Prinzip arbeitet. Die Unternehmen werden auch an der Entwicklung der nächsten Generation von ARChitect zusammenarbeiten, die noch besser zu Toshibas MeP (Media embedded Processor) passt. Bei letzterem handelt es sich um Toshibas proprietären konfigurierbaren Prozessor.


„Diese Zusammenarbeit mit Toshiba ist ein Meilenstein in ARCs Geschichte und ein Beispiel dafür, welche Entwicklungen in Zukunft kommen werden“, kommentierte Carl Schlachte, President und CEO von ARC International. „Was wir bisher nur Inhouse genutzt haben, das erweitern wir jetzt auf andere Unternehmen.“ Yukata Murao, Senior Fellow und General Manager bei Toshiba, sagte: „Wir schaffen eine neue Welt zur Entwicklung komplexer SoCs and wir werden den Desigenern eine Möglichkeit bieten, kostengünstige und flexible SoCs für die Consumer-Elektronik zu entwickeln. So wird die Konfigurierbarkeit zu einer natürlichen Zutat des Design-Flows. Im übrigens hat die Konfigurabilität ein großes Marktpotential.“
MeP, das Kernelement von Toshibas medienorientierten Prozessoren, bietet ein konfigurierbares asymmetrisches 32-bit-Multiprozessor-Design, das an Kundenbedürfnisse angepasst werden kann, um diverse Medien-Anwendungen zu unterstützten. Toshiba wird eine Version von ARChitect nutzen, die an MeP angepasst wurde. (av)


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