Baumaschinen auf der Bauma, hier zum Thema Bergbau.

Baumaschinen auf der Bauma, hier zum Thema Bergbau. Messe München

Während weltweit betrachtet der Absatz bei Baumaschinen um 11 % zurückging, waren „deutsche Unternehmen nicht ganz so stark von den teils extremen Rückgängen in Märkten wie China, Lateinamerika, Afrika und Russland betroffen. Wir konnten überdurchschnittlich an den positiven Märkten in Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika partizipieren“, erklärt Johann Sailer, Vorsitzender des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen im VDMA.

Für 2016 sind die Aussichten jedoch gemischt: Positive Impulse erwarten die Baumaschinenhersteller für das Geschäft in Süd- und Mittelosteuropa, die Volumenmärkte Deutschland, Großbritannien, Skandinavien und Benelux sollten stabil bleiben. International macht vor allem der indische Markt Hoffnungen. Gleichzeitig steigen die Risiken. Politische und gewaltsame Konflikte, die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise mit all ihren Implikationen und ungelöste wirtschaftliche Krisen bringen Unwägbarkeiten mit sich. „Diese Risiken“, so Sailer „wirken nicht in jedem Land gleichermaßen, und je nachdem, wo ein Unternehmen in diesem Jahr hauptsächlich Aktivitäten hat, wird es stärker oder weniger stark betroffen sein.“ So erwartet der Fachverband auch in diesem Jahr eine geringe Nachfrage aus Russland. Das gilt zudem für Lateinamerika und den ehemals größten Markt China. Der Fachverband geht davon aus, dass die bisherigen Wachstumspole in Nordamerika und dem Nahen Osten die direkten und indirekten Auswirkungen des Ölpreises zu spüren bekommen werden und sich nicht in der gleichen Weise positiv weiter entwickeln.

Für das einzelne Unternehmen werde 2016 also ein unsicheres Jahr, ein Wachstum sei keineswegs sicher. Für die Branche insgesamt rechnen die Hersteller mit einem leichten Umsatzplus von 3 %. Dass wäre das dritte Wachstumsjahr in Folge und in einem schwierigen globalen Umfeld ein Erfolg. „In ein Bauma-Jahr gehen wir Hersteller immer mit positiven Gedanken und einer Portion Optimismus“, meint Sailer.