Sabine Herold (l.), Geschäftsführerin und Delo-Geschäftsführer Dr. Wolf-Dietrich Herold.

Sabine Herold (l.), Geschäftsführerin und Delo-Geschäftsführer Dr. Wolf-Dietrich Herold.Delo

Um sich für die Zukunft zu rüsten, investiert man in den weiteren Ausbau des Unternehmens: Neben einem Technikum zur Rohstoffsynthese ist auch ein neues Laborgebäude im Bau.

„Wir haben in diesem Jahr ordentlich zugelegt“, sagt Delo-Geschäftsführer Dr. Wolf-Dietrich Herold. Mit einem Gesamtumsatz von 41 Millionen Euro verzeichnet Delo im Vergleich zum Vorjahr (Umsatz GJ 09/10: 30 Mio. Euro) einen großen Umsatzzuwachs. „Angesichts der sehr positiven Unternehmensentwicklung investieren wir in unsere Zukunft mit dem Bau eines Technikums sowie eines neuen Laborgebäudes“, so Herold weiter.

Weltweit erfolgreich

„Sehr erfreulich ist die Umsatzsteigerung im Heimatmarkt Deutschland – und zwar 35 Prozent“, sagt Dr. Wolf-Dietrich Herold. Auch der Auslandsumsatz konnte um 38 Prozent gesteigert werden. Er beträgt nun 57 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Zuwachs erfolgte vor allem in Gesamtasien, und zwar um ebenfalls 38 Prozent: Der Umsatz in China legte um 40 Prozent zu, in Südostasien um 38 Prozent. „Insbesondere Zukunftsbranchen wie die Displayindustrie, die Photovoltaik und der RFID-Bereich wuchsen hier kräftig“, sagt Herold.

Auch in den USA verlief das Geschäft positiv. „Wir konnten unseren Umsatz um 290 Prozent steigern“, so Herold. Bereits 2008 hatte man die eigene Tochtergesellschaft Delo Industrial Adhesives LLC. gegründet. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde die amerikanische Tochter ausgebaut und weitere Vertriebsmitarbeiter aus Deutschland dorthin entsendet.

Das Wachstum des Unternehmens machte sich auch bei der Anzahl der Mitarbeiter bemerkbar. Zum Geschäftsjahresende waren es 260 Mitarbeiter (GJ 2009/10: 230 Mitarbeiter). Neu eingestellt wurde insbesondere in den Bereichen Technik/Ingenieurwesen sowie Vertrieb. Für das kommende Geschäftsjahr 2010/2011 plant DELO, 60 weitere Mitarbeiter im In- und Ausland einzustellen.

Standort Deutschland erhalten

Delo setzt auch weiterhin auf den Standort Deutschland: Aktuell im Bau befindet sich in Windach bei München ein Technikum, mit dem das Unternehmen in Zukunft eine eigene Rohstoffsynthese betreibt. Darüber hinaus fand bereits der Baubeginn für ein neues Laborgebäude statt, das 2012 fertig gestellt wird. Man wird auch in Zukunft ausschließlich in Windach High-Tech-Klebstoffe für Branchen wie die Automobilzulieferindustrie, Mikroelektronik sowie die Karten- und Displayindustrie produzieren und entwickeln. Darüber hinaus beschäftigt das Unernehmen weltweit Vertriebsingenieure und arbeitet mit einem Netz aus Vertriebspartnern zusammen.