Hannes Niederhauser, CEO der Kontron AG und der S&T AG, ist zuversichtlich, dass die geplante Fusion beider Unternehmen von den Aktionären genehmigt wird.

Hannes Niederhauser, CEO der Kontron AG und der S&T AG, ist zuversichtlich, dass die geplante Fusion beider Unternehmen von den Aktionären genehmigt wird. S&T/Kontron

Der neue CEO der Kontron AG und gleichzeitig langjähriger CEO der S&T AG, Hannes Niederhauser, sieht der geplanten Fusion beider Unternehmen, genauer der Kontron AG mit der S&T Deutschland Holding AG,  zuversichtlich entgegen. Im Mai wird sein Plan den jeweiligen Aktionärskreisen zur Abstimmung vorgelegt und bei positivem Ausgang soll das gemeinsame Unternehmen im Juni an den Start gehen. Kontron wird dabei als Marke für mindestens fünf Jahre erhalten bleiben und die S&T AG als Holding agieren. Der Umsatzplan für 2017 liegt, laut Niederhauser, bei 860 bis 890 Mio. Euro. Für 2018 peilt er die 1-Mrd.-Euro-Grenze an. „Wir sind eine Engineering Company“, betont er, „Kontron hat zurzeit etwa 300, S&T 1800, zusammen also rund 2100 Ingenieure, die sich mit der gesamten Embedded World beschäftigen“. Weitere Details zur Übernahme hält auch unser Video-Interview mit Norbert Hauser, Vice President Marketing bei Kontron, bereit.

S&T ist dabei auf Embedded Software spezialisiert, die auf Kontron Embedded Hardware laufen soll. Der dritte im Bunde, die zum taiwanischen Unternehmen Foxconn gehörende Ennoconn ist für die Fertigung zuständig. Ennoconn hatte sich im Vorfeld bereits an der S&T beteiligt. Langfristig sieht Niederhauser ein Geschäftsmodell unter dem Stichwort Embedded as a Service, bei dem S&T/Kontron nicht mehr Produkte verkauft, sondern Dienstleistungen. Kontinuierlich Service-, Lizenz- oder ähnliche Gebühren sollen dann den ertragsstarken Umsatz garantieren.

Kontron/S&T

Kontron deckt im Verbund mit Ennoconn und S&T das komplette Produkt- und Anforderungsspektrum ab, von den Embedded Rechnersystemen des Fertigungsumfeldes bis hinauf zu den Cloud-Servern der IT-Welt. Kontron/S&T

Das neu entstehende Anwendungsfeld der Embedded Cloud gehen derzeit zwei Anbietergruppen an. Zum einen sind dies Anbieter aus der klassischen IT, zum anderen sind dies Anbieter der Automatisierungstechnik. Beide erfüllen bis dato jeweils nur Teilbereiche der Embedded-Cloud-Anforderungen. Kontron hingegen deckt im Verbund mit seinen Partnerfirmen Ennoconn und S&T das komplette Produkt- und Anforderungsspektrum ab, von den Embedded Rechnersystemen des Fertigungsumfeldes bis hinauf zu den Cloud-Servern der IT-Welt.

Im Rahmen geplanter Industrie-4.0-Projekte fordern Kunden zunehmend eine integrierte, skalierbare und vernetzte Lösung: den Embedded Server. Kontron arbeitet hier bereits an einer entsprechenden Umsetzung: Eine Lösung, die die Rechen- und Speicherleistung von Cloud Servern (300+ Cores und einer Speicherkapazität von über 100 TByte) und die Robustheit von Industrial Servern (erweiterter Temperaturbereich, Schock- und Vibrationsfestigkeit) kombiniert.