"Direkt an Werkzeugmaschinen angebundene Roboter sind wichtiger Bestandteil für Produktivitätssteigerungen", so Dr. Wolfgang Heuring.

„Direkt an Werkzeugmaschinen angebundene Roboter sind wichtiger Bestandteil für Produktivitätssteigerungen“, so Dr. Wolfgang Heuring.Siemens

„Schon heute können Werkzeugmaschinenhersteller und fertigende Betriebe die Chancen der Digitalisierung nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch unsere integrierten Produkte und Lösungen deutlich steigern“, betonte Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens-Geschäftseinheit Motion Control. Sein Unternehmen könne mit der Digital Enterprise Software Suite alle dafür notwendigen Bestandteile liefern, angefangen beim Product Lifecycle Management mittels Software wie NX und Tecnomatix mit Teamcenter als Rückgrat. Mit der Digitalisierung geht eine zunehmende Verzahnung von Prozessen und Anwendungen in der virtuellen und realen Produktion einher, etwa mit Simatic IT als MES sowie den CNC-Steuerungen Sinumerik und S7-Controllern.

„In Mailand zeigen wir, wie Maschinenbauer durch diese Durchgängigkeit ihre Entwicklungskosten um bis zu 30 % verringern können,“ so Joachim Zoll, Leiter des Segments Werkzeugmaschinen bei Siemens. Hinzu kommen Lösungen für die Vernetzung von Maschinen sowie deren Anbindung in übergeordnete IT-Systeme. Auch für Werkstatt-orientierte Betriebe, die erste Schritte in Richtung Digitalisierung gehen wollen, steht mit Smart Operation ein Angebot zur Verfügung. „Mit 50 % sind die Lohnfertiger der mit Abstand größte Markt für Werkzeugmaschinen, den wir damit adressieren,“ so Zoll.

Smart Operation umfasst Anwendungen für die Arbeitsvorbereitung am Rechner sowie für eine papierlose Produktion. Anwender können direkt an der Maschine Daten, zum Beispiel PDF- und DXF-Dateien, einsehen oder im Firmennetzwerk abrufen und bearbeiten. Per Smartphone oder Tablet überwacht der Facharbeiter über einen geschützten Webserver den aktuellen Maschinenzustand.

Joachim Zoll, Head of Business Segment Machine Tools Systems, und Dr. Wolfgang Heuring, CEO Business Unit Motion Control bei Siemens, erläutern die Trends auf der diesjährigen EMO.

Joachim Zoll, Head of Business Segment Machine Tools Systems, und Dr. Wolfgang Heuring, CEO Business Unit Motion Control bei Siemens, erläutern die Trends auf der diesjährigen EMO.Redaktion IEE

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts sind automatisierte Zellen. „Direkt an Werkzeugmaschinen angebundene Roboter sind wichtiger Bestandteil für Produktivitätssteigerungen“, so Heuring. Immer mehr Betriebe verwenden Roboter für Handhabungsaufgaben, um Maschinen zu beschicken und den Werkstückfluss zu automatisieren. Über die Schnittstelle ‚Run Myrobot/Easyconnect‘ lassen sich Roboter unterschiedlicher Hersteller jetzt auch an die CNC-Steuerung 828D anbinden. Darüber hinaus werden Roboter zunehmend auch für Bearbeitungsaufgaben verwendet. Zusammen mit dem Kooperationspartner Kuka wurden Lösungen für die Anbindung von Handlings- sowie von Bearbeitungsrobotern entwickelt.

Additive Manufacturing als weiteres Trendthema greift Siemens mit der NX-Software für die Programmierung und Simulation des Materialauf- und -abtrags sowie mit Steuerungen für hybriden Maschinen auf, die sowohl additive als auch subtraktive (abtragende) Technologien kombinieren. Dazu Zoll: „Dies ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilefertigung in kombinierten additiven und subtraktiven Verfahren.“