Die Anybus-IC sind untereinander austauschbar, damit können Feldgeräte in einem Entwicklungsschritt an Feldbus-/Industrial-Ethernet-Netzwerke angebunden werden.

Die Anybus-IC sind untereinander austauschbar, damit können Feldgeräte in einem Entwicklungsschritt an Feldbus-/Industrial-Ethernet-Netzwerke angebunden werden.

„Das vorgestellte Anybus-IC ist eine einbaufertige Single-Chip-Lösung für Profinet-IO und ist von der Profibus-Nutzerorganisation zertifiziert“, so Wolfgang Volz, Geschäftsführer von HMS Industrial Networks in Karlsruhe. „Es ist das jüngste Mitglied dieser Produktfamilie, die darüber hinaus Single-Chip-Lösungen für Profibus, Can-Open, Devicenet, Ethernet/IP und Modbus-TCP enthält.“
Auf nur neun Quadratzentimetern bietet das Anybus-IC einen leistungsfähigen Mikroprozessor inklusive Fast-Ethernet-Controller und einen vollständigen Software-Stack für ein Profinet-IO-Device. „Unser Anybus-IC reduziert den Entwicklungsaufwand für eine Profinet-IO-Kommunikationsschnittstelle um bis zu 70 Prozent“, verspricht Volz. „Durch seine kleine Bauform und die niedrige Leistungsaufnahme ist es auch für kompakte Automatisierungsgeräte wie Barcode-Leser oder Motorstarter geeignet.“
Das Anybus-IC passt in einen DIL-32-Standardsockel und benötigt eine
Spannungsversorgung von fünf Volt. Der Funktionsumfang entspricht einem Profinet-IO-Device gemäß Konformitätsklasse A. Es können jeweils bis zu 144 Byte Eingangs- und Ausgangsdaten übertragen werden. Das Anybus-IC enthält die gesamte Hard- und Software, die für die Kommunikation über ein Profinet-Netzwerk notwendig ist. Lediglich der RJ45-Steckverbinder und der PHY-Controller müssen vor dem Einsatz in einem Automatisierungsgerät noch hinzugefügt werden. Wird das Anybus-IC in intelligenten Automatisierungsgeräten mit eigenem Mikrocontroller eingesetzt, erfolgt die Anbindung des Anybus-IC an den Mikrocontroller über eine TTL-Schnittstelle. Das Anybus-IC wickelt das Profinet-Protokoll vollständig ab und entlastet den Mikrocontroller von allen zeitkritischen Kommunikationsaufgaben. Bei Automatisierungsgeräten ohne eigenen Mikrocontroller, z.B. bei Ventilblöcken, können bis zu 128 E/A-Signale über ein Schieberegister direkt angeschlossen werden. (uns)