Die Plasmax-Beschichtung ermöglicht ein vollständiges Recycling des PET.

Die Plasmax-Beschichtung ermöglicht ein vollständiges Recycling des PET. KHS

Durch die Glasinnenbeschichtung sparen sie Materialkosten und können eine längere Mindesthaltbarkeit erreichen, besonders bei empfindlichen Getränken. „Mit unserer Neuentwicklung liefern wir eine Lösung, die Getränke in kleinen, wirtschaftlich attraktiven PET-Formaten länger haltbar macht“, sagt Joachim Konrad, Geschäftsführer von KHS Plasmax. Bisher wiesen insbesondere kleine Flaschenformate bis zu 350 mm durch ein ungünstiges Oberflächen-Volumen-Verhältnis eine hohe volumenbezogene Gasdurchlässigkeit auf. Die Folge ist eine niedrige Mindesthaltbarkeit im Vergleich zu Glasflaschen oder Dosen. Ein Vorteil der Weiterentwicklung liegt in den volumenreduzierten Beschichtungskammern. Die Anlage ist dadurch gegenüber dem Schwestermodell InnoPET Plasmax 20Q (Flaschenformate bis 1,5 l) in der Lage, einen um 20 % gesteigerten Ausstoß von bis zu 48.000 PET-Flaschen pro Stunde zu realisieren (Jahresausstoß: 330 Millionen Flaschen).

Weiterhin konnten Gewichts- und Materialeinsparungen erzielt werden: Durch eine hauchdünne Innenbeschichtung aus reinem Glas sind die Flaschen insgesamt leichter. Das spart laut Unternehmen bis zu 30 % Material und senkt die Kosten bei der PET-Verarbeitung. Bisher waren geschätzt 70 % bei der Flaschenherstellung Materialkosten.

Hinter dem Beschichtungsprozess steht das patentierte Verfahren Plasma Impulse Chemical Vapour Deposition (PICVD). Sowohl der Standard-Plasmax-Prozess für wasser-, säure- und fetthaltige sowie niedrig oder hoch alkoholisierte Füllgüter als auch das Plasmax-Verfahren für Applikationen mit hohem pH-Wert und karbonisierte Getränke sind auf der Maschine realisierbar. Die Glasinnenbeschichtung schützt empfindliche Getränke wie Saft, Wein, Bier oder karbonisierte Getränke vor Qualitätsverlust. Praktisch unzerbrechlich ist die Glasschicht mit dem PET verbunden. Ein vollständiges Recycling des PET ist möglich.