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Der dünne Touchsensor liefert durch seinen Aufbau eine gute Transparenz für Touchscreens.
Das Evaluations-Kit besteht aus einem 7-Zoll-Touchdisplay und dem SoCrates Board; es erlaubt, ein kapazitives Eingabesystem selbst zu evaluieren.
Der Multitouchsensor lässt sich auf ein ein bis fünf Millimeter starkes Glas bonden und mit dem zugehörigen Touchinterface 1 mit Atmel M-XT768E  verbinden.
„LNT entwickelte eine spezielle ITO-Struktur für den Sensor. Unser Gesamtsystem ist dadurch wesentlich EMV-stabiler“, so Hendrik Bergau, Produktmanager bei LNT Automation.

Nun hält die Perfomance der Max-Touch-Familie von Atmel auch im Bereich der Industrieelektronik Einzug. Dazu entwickelte LNT Automation das Evaluations-Kit EVK2TI1, das aus einem 7-Zoll-Touch mit Display und dem So-Crates Board von EBV besteht, das dem Anwender erlaubt, ein kapazitives Eingabesystem selbst zu evaluieren. Diese reagieren normalerweise sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Temperatur, Feuchtigkeit, metallische Rahmen, Druck oder elektromagnetische Einstrahlung, was in der Vergangenheit das Eingabesystem stören konnte. Durch die verbesserte ITO-Struktur des Touchsensors und die individuelle Anpassung des Touchsystems auf eine konkrete Anwendung fällt dieses Problem nun weg. Dass das Evaluations-Kit mit der kundenspezifischen Elektronik kompatibel ist, davon können sich die Nutzer auf der diesjährigen Electronica überzeugen beziehungsweise ein Test-Kit bestellen und es vor Ort im heimischen Unternehmen zu testen.

„LNT entwickelte eine spezielle ITO-Struktur  für den Sensor“, erklärt Hendrik Bergau, Produktmanager bei der LNT Automation GmbH. „Unser Gesamtsystem ist dadurch wesentlich EMV-stabiler. Das macht die bestehende Hardware deutlich  sicherer. Dies kann der Benutzer schon daran erkennen, dass der Sensor von der Rückseite unempfindlich ist. Mit individuell konfigurierbaren Parametern lässt sich das Evaluations-Kit zusätzlich  konfigurieren.“ Um herauszufinden, ob das System mit den Gegebenheiten im eigenen Unternehmen kompatibel ist, beziehungsweise, was sich damit alles erreichen lässt, kann dieses Test-System bei LNT beziehen und vor Ort unter realen Bedingungen testen.

Kompatibel mit gängigen Schnittstellen

Generell ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Variante von LNT mit dem eigenen Anwendungsfall verknüpfen lässt, hoch. Denn das Evaluations-Kit stellt über eine bereits vorinstallierte Softwarebridge Schnittstellen wie USB-HID-Multitouch und Maus zur Verfügung. Beide sind mit Win 7 sowie 8, Linux und Android kompatibel ohne dass ein herstellerspezifischer Treiber installiert sein muss. Zudem ist der Embedded-Einsatz an I2C, RS232, USB, UART und auf Anfrage CAN sowie Ethernet oder einem kundenspezifischen Wunschprotokoll möglich.

Das Evaluations-Kit besteht aus einem 7-Zoll-Multitouchsensor, der bis 16 Finger erkennt und einer extrem dünnen Leiterbahnführung für einen schmalen Rand. Er ist auf ein 3 mm starkes Glas gebondet und mit dem dazugehörigen Touchinterface 1 mit dem M-XT768E von Atmel verbunden.

Zusätzlich lässt sich zur Evaluierung mit Linux das So-Crates-Board mit einem 800-MHz-Dual-Core-Cortex-A9-Prozessor von EBV-Elektronik für den Cyclone-V von Altera eingebinden. Es verfügt über einen konfigurierbaren FPGA-Bereich, der verschiedene Peripherien implementierbar macht. So stehen mehrere Grafik-Controller zur Verfügung, die von einfachen Grafikfunktionen bis hin zur 3D- Grafikbeschleunigung sämtlichen Anforderungen eines modernen HMI (Human Machine Interface) genügen. Mithilfe eines Komplettsystems mit verfügbaren Hard- und Software-Stacks sind auch Industrieschnittstellen wie EtherCat und Profinet auf dem So-Crates Board möglich.

Ab sofort  sind bei LNT Automation kundenspezifische Lösungen mit serienfertigen Sensoren ab Lager in den Größen von 4,3 bis 10,4 Zoll lieferbar, weitere Größen sind auf Anfrage erhältlich.

Der Text basiert auf Unterlagen von LNT Automation in Leutenbach-Nellmersbach.