Staffan Dahlström, CEO HMS

Staffan Dahlström, CEO HMS HMS/Thomas Carlsson

Die Übernahme wird laut Unternehmen voraussichtlich am 5. Februar 2016 abgeschlossen sein. An diesem Tag übernimmt HMS 60 % der Anteile von Ewon direkt von den Unternehmensgründern Serge Bassem und Pierre Crokaert. Die verbleibenden 40 % erhält HMS indirekt durch die Akquisition aller Anteile der Far SPRL GmbH, die den Verkäufern gehört. Somit wird Ewon offiziell zum 1. Februar in die HMS-Gruppe eingegliedert. Bassem, CEO Ewon, und Crokaert, CTO Ewon, werden weiterhin in ihren bisherigen Funktionen tätig bleiben.

„Ewon nimmt eine starke Position im Markt für Fernzugriff auf SPSen ein und bietet dadurch einen sicheren ‚Datentunnel‘ zwischen Softwareanwendung und Maschine. Das wird unser Angebot an Fernwartungslösungen in Form von Netbiter stärken“, erklärt Staffan Dahlström, CEO der HMS Networks.

Exklusiver Vertriebspartner von Ewon in Deutschland war bislang das Unternehmen Wachendorff. Mit HMS ist eine Lösung zum künftigen Vertrieb in Abstimmung.

HMS will mit der Übernahme von Ewon seine Position bei cloud-basierten Ferwartungslösungen wie Netbiter stärken.

HMS will mit der Übernahme von Ewon seine Position bei cloud-basierten Ferwartungslösungen wie Netbiter stärken. HMS/Thomas Carlsson

Bassem und Crokaert gründeten Ewon im Jahr 2001. Neben dem Hauptsitz in Nivelles, Belgien, bestehen Tochtergesellschaften in den USA und Japan. Das Unternehmen bietet Produkte für die industrielle Kommunikation sowie Serviceleistungen für industrielle Anwendungen wie Fernzugriff auf SPSen, Datenerfassungsanwendungen oder cloud-basierte Routing-Software. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Ewon einen Nettoumsatz von 12,3 Millionen Euro (Ebitda 2,1 Millionen Euro). Für 2015 geht das Unternehmen von einem Nettoumsatz von 15,3 Millionen Euro aus (Ebitda 3,3 Millionen Euro).

Technik im Detail

Cloud-basierte Fernwartung
Netbiter ermöglicht die cloud-basierte Fernwartung in der Automatisierungstechnik. Die Daten werden auf dezentralen Servern gespeichert und lassen sich standortunabhängig über das Internet abrufen. Mittels Remote-Access-Funktion erhalten Anwender eine herstellerübergreifende Lösung für den Fernzugriff auf SPS, Anlagensteuerungen und Maschinen.  So lässt sich eine sichere Verbindung zu entfernten Steuerungen herstellen und diese mit gewohnten Engineeringtools wie TIA Portal oder RSlogix konfigurieren. Das Netbiter-Gateway Easyconnect EC350 wird an der Steuerung oder Maschine in der entfernten Anlage angeschlossen. Auf dem lokalen PC läuft die Software Netbiter Quickconnect und stellt den Kommunikationskanal zum Gateway und der damit verbundenen Steuerung oder Maschine her. Das Verbindungsmanagement übernimmt das Fernwartungsportal Netbiter Argos, das als Routing-Portal fungiert. So müssen Anwender die IP-Adresse des Gateways nicht kennen.