Mit dem für Mitte 2012 geplanten Start der Großserienproduktion will der französische Hersteller FCI an den Erfolg des RCS-800-Stecksystems anknüpfen, der bereits in den ersten in Massenproduktion vom Band rollenden Elektroautos des Automobilherstellers Renault/Nissan Anwendung findet, zum Beispiel in den Serienmodellen Nissan Leaf und Renault Z.E.

Überzeugt mit Vorteilen, wie einer optimalen Dichtungseigenschaften, einer sicheren Verriegelung sowie einer effektiven Platzausnutzung: der RCS-890

Überzeugt mit Vorteilen, wie einer optimalen Dichtungseigenschaften, einer sicheren Verriegelung sowie einer effektiven Platzausnutzung: der RCS-890FCI

Die neue Steckverbindung, die ergänzend zum RCS 800 entwickelt wurde, soll dazu beitragen, die hohen mechanischen Belastungen abzuschwächen, die bedingt durch die für den Elektroantrieb notwendigen 35 bis 50 mm² starken Stromkabel im Motorraum auf die Steckverbinder einwirken. Die Nutzung in Verbindung mit dem RCS 800 erhöht die Orientierungsmöglichkeiten noch. Der Kabelabgang im gesteckten System kann – je nach Einbaulage – frei gewählt werden. 0° und 180° Kabelabgang, sowie auch Überkopfmontage sind problemlos möglich.

Den Platz optimal ausnutzen

Die in Elektroautos verwendeten Lithium-Ionen-Akkus weisen elek­trische Spannungen von bis zu 800 V auf und stellen im Schnitt Stromstärken von bis zu 300 A zur Verfügung. Verbindungssysteme müssen daher einen hervorragenden Schutz gegen Stromschläge, Störfelder und elektrischen Funkenschlag bieten. Darüber hinaus ist das Bestreben, die Reichweite von Elektroautos bei gleichzeitiger Kostenoptimierung zu vergrößern, mit der Notwendigkeit verknüpft, Gewicht, Abmessungen und Gesamtbetriebskosten zu verringern.

Lothar Reger, FCI Motorized Vehicles VP Global Engineering & Program Management: "FCI kann nicht nur auf fachliche  Erfahrungen im Bereich der  Elektrofahrzeuganwendungen, sondern auch auf eine profunde Kenntnis des Automobilmarkts zurückgreifen."

Lothar Reger, FCI Motorized Vehicles VP Global Engineering & Program Management: „FCI kann nicht nur auf fachliche Erfahrungen im Bereich der Elektrofahrzeuganwendungen, sondern auch auf eine profunde Kenntnis des Automobilmarkts zurückgreifen.“FCI

Das jüngste Mitglied der Power-S³-Familie besitzt sämtliche Merkmale, die bereits seinen Vorgänger, den RCS 800, auszeichnen, und erfüllt hohe Ansprüche an Sicherheit, Abdichtung, Abschirmung, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Genau wie der RCS 800 ist der RCS 890 als 8-mm-Rundstecker konzipiert, was im Vergleich zu rechteckigen Anschlüssen eine effektivere Platzausnutzung erlaubt und gegenüber vergleichbaren Steckverbindern für eine erhöhte Strombelastbarkeit sorgt. Der RCS 890 wurde mit den anderen innovativen Sicherheitssystemen ausgestattet, die sich bereits im RCS 800 bewähren konnten:

  • Zweistufiger Trennvorgang mit zeitverzögerter Entriegelung. Ein Abziehen des unter Spannung stehenden Steckers ist nicht möglich. Unfälle aufgrund von Stromschlägen oder Funkenschlag werden so vermieden.
  • Einzigartige integrierte elektrische Verriegelung und sekundäre Gehäuseverriegelung (CPA), die ein 100-prozentig sicheres Verrasten der Steckverbindung garantiert.

Zusätzlich trägt die kompakte und robuste Schiebehülse des RCS 890 dazu bei, die Steckverbindung mit einem Handgriff auf einfache und sichere Art herzustellen.

Exzellente Abdichtung

Zu den Verbesserungsmaßnahmen des RCS 890, die auch in den RCS 800 eingebunden werden, gehören Optimierungsprozesse, mit denen hohe Dichtungseigenschaften erreicht werden sollen. Beispielsweise die Abdichtung auf zwei Ebenen: individuelle Abdichtung der Kontaktpaare sowie globale Abdichtung im gesteckten Zustand. Folglich sind die Steckverbinder/Geräteanschlüsse RCS 800 und RCS 890 während der Service- und Wartungsarbeiten abgedichtet, selbst wenn sie getrennt werden. Die Steckverbinderlösungen bieten einen kombinierten Schutz. Sie sind berührungssicher (IP 2xB) und auch hinreichend gegen äußere Einflüsse geschützt (IP X9K, IP 67). Darüber hinaus sind die Steckverbinder RCS 800 und RCS 890 für noch mehr Schutz vor Lichtbögen, Kurzschlüssen und Wassereintritt sowohl in gestecktem als auch ungestecktem Zustand abgedichtet.

Hohe Spannungsniveaus machen aber auch die strenge Kontrolle der elektromagnetischen Störfelder erforderlich. Deshalb wurde bei der Entwicklung des RCS 890 auch eher auf eine Gesamtabschirmung anstatt auf einzeln gegeneinander abgeschirmte Leitungen zurückgegriffen. Ein Abschirmgeflecht, das mit Schellen und einem Metallring gesichert ist, umhüllt die gesamte Stecker-/Kabel-Schnittstelle, beziehungsweise den Leitungssatz. Des Weiteren ist das einfache Montagesystem, das diese Art der Abschirmung mit sich bringt, im Vergleich zur Einzelabschirmung laut FCI wesentlich wettbewerbsfähiger.