Mit der Simatic IOT2040 stellt Siemens ein Gateway bereit, das sich auch zur einfachen Nachrüstung in bestehende Anlagen und deren Anbindung an überlagerte Systeme (IT-Systeme oder Cloud) eignet.

Mit der Simatic IOT2040 stellt Siemens ein Gateway bereit, das sich auch zur einfachen Nachrüstung in bestehende Anlagen und deren Anbindung an überlagerte Systeme (IT-Systeme oder Cloud) eignet. Siemens

Der Wunsch nach Transparenz im Unternehmen wächst – und mit ihm ebenso die Komplexität der Systemlandschaft. Denn im Zuge von Industrie 4.0 beziehungsweise des Internets der Dinge (IoT) schreitet die Vernetzung der Fertigungs- und  Automatisierungswelt mit der Bürowelt auf der Managementebene immer schneller voran. Der Grund: Effizientes Reporting zeigt Änderungen in der Produktion frühzeitig auf und ermöglicht ein rechtzeitiges Gegensteuern. Aber auch bei Fragen wie

  • Welche Maschinen(teile) im Unternehmen verbrauchen am meisten Energie?
  • Welcher Prozessschritt in der Fertigung verursacht den meisten Ausschuss?

hilft ein intelligentes Reporting, diese schneller zu beantworten, Optimierungspotenziale zu erkennen und zu erschließen. Allerdings ist das Reporting nur so gut wie die Daten, die als Grundlage zur Verfügung stehen. Und die Daten müssen zuvor gesammelt und im entsprechenden Managementsystem abgelegt sein.

Mit Offenheit, Erweiterbarkeit und Konnektivität zum IoT-Unternehmen

Steckbrief
Cloud-Gateway Simatic IOT2040

  • stromsparender Intel-Quark-Prozessor und zahlreiche Schnittstellen: Intel Quark x1020 (+Secure Boot), 2 Ethernet Schnittstellen, 2 x RS232/485 Schnittstellen, Batterie-gepufferte RTC (Real Time Clock)
  • Yocto Linux Support
  • erweiterbar mit Arduino Shields und miniPCIe Cards
  • vielfältige Möglichkeiten zur Programmierung in Hochsprachen
  • kompaktes Gehäuse und Hutschienenmontage
  • robuster Aufbau und Langzeit-Verfügbarkeit

Eine effiziente, sichere und zeitnahe Bereitstellung dieser Informationen kann jedoch nur eine in sich abgestimmte Kommunikationskette über alle Unternehmensebenen hinweg erbringen. Sämtliche Systeme, die relevante Geschäftsdaten enthalten, müssen dazu reibungslos miteinander kommunizieren. Eine besondere Herausforderung hierbei ist, dass die meisten Unternehmen eine über Jahrzehnte gewachsene IT- und Automatisierungslandschaft mit Systemen unterschiedlichster Hersteller und Technologien im Einsatz haben. Oft gibt es einen ‚Zoo‘ an Systemen, zu denen immer wieder neue hinzukommen.

Um diese verschiedensten Automatisierungs- und IT-Systeme miteinander verknüpfen zu können, muss die gewählte Integrations-Technologie – in der Regel ein Gateway – Offenheit und Freiprogrammierbarkeit bieten. Standard-Schnittstellen ermöglichen eine Erweiterbarkeit sowie die Verwendung von im Internet verfügbaren Protokolltreibern und Boards. So können Systemintegratoren und Anlagenbauer auf frei verfügbares Know-how zurückgreifen und brauchen nicht bei jeder Maschinen- oder Anlageninte­gration in die IoT-Landschaft eines Unternehmens das Rad neu zu erfinden.

Flexibel bis ins Mark: Das IoT-Gateway lässt sich über miniPCI­express-Karten und Arduino Shields individuell den Anforderungen in der Produktion anpassen.

Flexibel bis ins Mark: Das IoT-Gateway lässt sich über miniPCI­express-Karten und Arduino Shields individuell den Anforderungen in der Produktion anpassen. Siemens

Mit Simatic IOT2040 hat Siemens ein derartiges Gateway entwickelt, das die Gewinnung zusätzlicher Daten ermöglicht und Optimierungspotenziale transparent macht. Es eignet sich auch zur Nachrüstung bestehender Anlagen und deren Anbindung an überlagerte Systeme, ohne Anpassungen des bestehenden Automatisierungskonzepts. Das frei programmierbare, industrielle IoT-Gateway kann nachträglich in bestehende Produktionsanlagen eingebaut werden und unterstützt das Ziel, die Wertschöpfungskette mithilfe der durchgängigen Kommunikation über alle Unternehmensebenen hinweg zu optimieren. Diese sogenannte vertikale Integration ist ein wesentlicher Baustein für die digitale Vernetzung der Produktion mit den ERP-/MES-Systemen der Office-IT. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Übertragung aller in der Fertigung erfassten Daten das Netzwerk zu stark belasten und die Geschwindigkeit der Datenübertragung reduzieren würde. Mittels intelligenter Gateways wie dem IOT2040 können relevante Daten (zum Beispiel von Qualitätsdaten wie etwa Energieverbrauch) bereits ‚vor Ort‘ selektiert und im Anschluss gezielt an die übergelagerten Ebenen weitergegeben werden. Dies entlastet die Netzwerke und hält deren Übertragungsgeschwindigkeit hoch.

Ein Gateway muss dabei auch in der Lage sein, die aufkommenden Datenmengen verarbeiten zu können sowie eine gewisse Deterministik liefern, um aus nackten Daten den für intelligente Reports notwendigen zeitlichen Bezug herstellen zu können. Darüber hinaus muss das Gateway im industriellen Umfeld dauerhaft und jederzeit einsetzbar sein, um die Erfassung relevanter Daten lückenlos sicherzustellen. Denn das Qualitätsmanagement und Regulatorien verlangen die Rückverfolgbarkeit des produzierten Gutes selbst nach Jahren. Dazu sind korrekte und konsistente Daten unerlässlich. Anhand eines Zeitstempels, den das IoT-Gateway vergibt, kann auch Jahre nach der Erfassung nachvollzogen werden, was sich zu einem bestimmten Zeitpunkt ereignet hat.

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